„Willkürliche Kürzungen“: WSC-Fußball prüft Austritt aus Gesamtverein

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Werne. „Erdbeben“ in der Werner Vereinslandschaft: Am Rande des souveränen 5:1 (3:0)-Heimsieges der Landesliga-Elf gab Dirk Abdinghoff, Vorsitzender der Fußballabteilung im Werner SC 2000, bekannt, „ergebnisoffene Gespräche mit Blick auf eine mögliche Abspaltung vom Hauptverein aufzunehmen“.

Neben der Gründung eines neuen und ausschließlichen Fußballvereins seien eine Fusion oder ein Anschluss an einen bestehenden Verein entsprechende Optionen. „Wir werden jetzt in alle Richtungen Kontakt und Gespräche aufnehmen“, sagte Abdinghoff im Gespräch mit WERNEplus.

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In der Pressemitteilung, unterschrieben von Geschäftsführer Michael Preik, Ehrenvorsitzender Thomas Overmann und eben Abdinghoff selbst, wird die geplante Neuausrichtung des Werner SC 2000 e.V. hin zu einem „Familienverein“ kritisiert. Das würde die Aufkündigung der vor 25 Jahren erfolgten Fusion und des seinerzeit vereinbarten fußballerischen Zusammengehens zwischen den Sportfreunden 67 Werne und dem SSV Werne bedeuten, heißt es weiter.

Der Fußballvorstand sehe keine „erforderliche Unterstützung und Wertschätzung durch den vor kurzem neu gewählten Hauptvorstand“. Dies sei unter anderem ablesbar an der mehr und mehr eingeschränkten finanziellen Förderung.

Bekanntlich war der von der Fußballabteilung im April 2023 „gestürzte“ Vorsitzende Oliver Grewe nach einem Jahr auf den Chefsessel des zweitgrößten Vereins in Werne zurückgekehrt.

Dirk Abdinghoff, Chef der Fußballabteilung des Werner SC. Foto: Volkmer

„Durch willkürliche und nicht nachvollziehbare Kürzungen vereinbarter, in der Vergangenheit stets bereit gestellter Mittel, fehlt der Fußball-Seniorenabteilung die erforderliche finanzielle Rückendeckung zur mittel- und langfristigen Weiterführung eines geregelten Landesliga-Spielbetriebes. Die Verantwortlichen vermeiden zudem ein klares Bekenntnis zum höherklassigen Fußball in unserer Stadt“, wettern die Fußballer gegen den WSC-Gesamtvorstand.

Erklärtes Ziel der Fußball-Seniorenabteilung des Werner SC 2000 sei es, Partner, Unterstützer und/oder Gleichgesinnte zu finden, die sich für den Erhalt und die Weiterführung eines leistungsorientierten Fußballs einsetzen würden. „Ambitionierte junge Fußballer müssen weiterhin eine Perspektive haben, in ihrer Heimatstadt höherklassig Fußball zu spielen“, heißt es weiter. Ohnehin sei ein Großteil des erforderlichen finanziellen Rahmens über Sponsoring und private Spenden direkt von der Fußballabteilung aquiriert worden.

Zweikampfstark präsentierte sich der Werner SC in seinem ersten Saison-Heimspiel. Foto: Wagner

Souveräner 5:1 (3:0)-Heimsieg des Werner SC gegen Wettringen

Fußball gespielt wurde an dem Sonntag im Lindert aber auch noch. Nemanja Stanojevic sorgte mit einem Doppelpack (6./10.) früh für klare Verhältnisse. Kurz darauf erhöhte Jannik Prinz (19.) auf 3:0.

Der WSC war seinem Gegner, der nur zweimal gefährlich wurde, in allen Belangen überlegen und ließ auch im zweiten Durchgang nichts mehr anbrennen. Stanojevic mit seinem dritten Treffer zum 4:1 (60.) und Frederic Fischer (90.+2) ließen die Blau-Roten jubeln.

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