Werne. Was ein bitterer Nachmittag für den Werner SC in Dorsten-Hardt: Bis tief in die Nachspielzeit führten die Blau-Roten in einem ansprechenden Auswärtsspiel, kassierten dann aber noch zwei Treffer zum 2:2-Endstand.
Landesliga 4: SV Dorsten-Hardt – Werner SC 2:2 (0:1)
Der WSC kam auf dem ungewohnten Naturrasenplatz zunächst nicht gut ins Spiel, war auf die hohen diagonalen Bälle des Tabellenneunten aber gut eingestellt. Zweimal war das Glück auf Seiten der Gäste, als die Platzherren jeweils den Pfosten trafen.
Etwas überraschend ging Werne im Anschluss an einen Eckball in Führung, als Zoran Martinovic mit dem Kopf zur Stelle war (23.). „Danach nehmen wir den Kampf an und machen es richtig gut“, berichtete Trainer Pascal Harder. Eine Freistoß-Chance ließen die Blau-Roten ungenutzt.
Auch nach dem Wiederanpfiff war der Werner SC gut drin. In der 50. Minute erzielte Henry Poggenpohl das 0:2, nachdem Jannik Prinz den Ball eroberte hatte, am langen Pfosten Colin Lachowicz bediente, der dann noch einmal auf Poggenpohl quer legte und dieser einnetzte.
Ohne Fremdeinwirkung verletzte sich WSC-Schlussmann Henrik Pollak. Für ihn ging Cedric Stute zwischen die Pfosten und bewahrte seine Farben zweimal überragend vor dem Anschlusstor. Werne stellte defensiv auf ein 5-4-1 um, doch Dorsten steckte einen Ball gut durch, Yannick Goecke schoss unhaltbar zum 1:2 (90.+3) ein.
Die Nachspielzeit war dann eigentlich schon abgelaufen, als der Schiedsrichter nach einem Zweikampf im Mittelfeld auf Foul entschied. Die Gastgeber schlugen den Freistoß weit in den Strafraum des WSC. Alexander Brefort war entscheidend am Ball und markierte den 2:2-Endstand (90.+6).
„Der Ausgleich fiel schon sehr unglücklich. So ist Fußball. Natürlich sind jetzt die Köpfe erst einmal unten, weil uns ein Sieg sehr gut getan hätte in der Situation. Es ist immer noch sehr eng im unteren Tabellendrittel, aber wir haben es selbst in den Händen“, analysierte Trainer Pascal Harder. Mit Ibbenbüren und Münster empfängt der Werner SC noch zwei direkte Konkurrenten im heimischen Lindert.
Der Coach wollte das Remis auch nicht schlecht reden. „Wir haben gegen eine gute Mannschaft einen Punkt geholt, die Jungs haben gekämpft und gebissen. Leider fehlte diesmal das Spielglück. Weiter geht’s …“, so Pascal Harder abschließend.
Am nächsten Sonntag, 3. Mai, ab 15 Uhr kommt der Tabellensiebte Westfalia Gemen in den Lindert.






















