Mittwoch, Februar 28, 2024

Varn­hövel-Ehringhausen feiert erste Schützenkönigin (mit Video)

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Werne. Mit Antonia Erdel­bruch hat der Schützenverein Varn­hövel-Ehringhausen zum ersten Mal in seiner 127-jährigen Vereinsge­schichte eine Schützenkönigin.

Beim Vogelschießen am späten Samstag­nachmittag (11.06.2022) setzte sich die 26 Jahre alte Betriebswirtin in einem span­nenden Endschießen gegen ihre bei­den Konkurrenten Jörg Tolz und Jörg Honermann durch. Ihr Ehemann Marco Erdelbruch ist damit der erste Schützenprinz. Die Königswürde ist für das Paar das zweite große Ereig­nis innerhalb von knapp einem Mo­nat. Wie ein Familienmitglied berich­tet, haben sich die beiden erst am 20. Mai vor dem Standesamt das Ja-Wort gegeben.

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Das Schützenfest Varnhövel-Ehringhausen hat seine besondere Tradition. Es findet nur alle zwei Jahre statt und seit 1995 auch an zwei unterschiedlichen Wochenenden. Dazu erklären Hendrik Linnemann (Major) und Jan Linnemann (Oberst): „Wir haben uns damals für die Trennung entschieden, damit die Damen einige Tage Zeit haben, sich um die festliche Bekleidung für das eigentliche Schützenfest am Samstag und Sonntag darauf zu kümmern.“

Weil das Schützenfest coronabedingt 2020 ausfallen musste, fand das 45. Schützenfest mit vier Jahren Abstand zum letzten Schützenfest statt. Bürgermeister Lothar Christ hatte deswegen den Scheck für das 2020 eigentlich fällig gewesene Jubiläumsschützenfest dabei. Das Stadtoberhaupt erklärte im Gespräch mit WERNEplus: „Ich sage nicht, wie hoch der Beitrag der Stadt ist. Allerdings gibt es für die um zwei Jahre verspätete Übergabe keinen Zins- oder Inflationszuschlag.“

Natürlich durfte Christ gleich zu Beginn als vierter Schütze einen Ehrenschuss auf den hölzernen Vogel abfeuern. Das tat dann auch ein prominentes Mitglied des Werner Schützenvereins. Der aus Werne stammende Landrat Mario Löhr feuerte deshalb, so Ansager Markus Rohe, „pflichtgemäß“ auf den zu dieser Zeit noch stattlich aussehenden Vogel.

Vor der obligaten Feuerpause erwies sich ebenfalls eine Frau als talentierte Schützin. Katja Jasinski hatte zunächst die halbe Krone vom Vogel geschossen. Erst hatte es so ausgesehen, dass die treffsichere Teilnehmerin schon beim ersten Schuss die ganze Krone erwischt habe. Weil der Vogel zu dieser Zeit schon arg zerschossen in seinem Kasten hing, musste sich eine „Kommission“ unter Leitung von Vogelbauer Ulrich Behrens um den Fall kümmern. Die geschulten Augenpaare beendeten den schon aufkommenden Beifall.  Beim zweiten Versuch legte Jasinski nach und beförderte mit einem Volltreffer auch die zweite Hälfte der Krone auf den Erdboden.

Als die Feuerpause um 20.12 Uhr begann, hatten die Schießwarte  Wolfgang Schmidt und Ludger Reckers genau 300 Feuerladungen auf den Vogel registriert. Im Schlussdurchgang stieg die Spannung mit jeder Ladung, die das Zielobjekt kleiner und die Halterung lockerer machte. Um 20.18 Uhr hing der ursprünglich 24 Kilogramm schwere Vogel lediglich noch „an der Schraube unten rechts“.

Das Vogelschießen hatte mit einem Gottesdienst in der Kirche „Maria-Frieden“ und der Kranzniederlegung in der Kirche für die verstorbenen Mitglieder des Traditionsvereins begonnen.

Weitere Fotos gibt es in unserer Bildergalerie!

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