Sonntag, Mai 26, 2024

Niederlage im Top-Duell: TV Werne kann Aufstieg kaum noch schaffen

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Werne. Im Spitzenspiel der Volleyballoberliga mussten sich die Werner Damen des TV Werne überraschend deutlich gegen Spitzenreiter SC Union Lüdinghausen geschlagen geben. Lüdinghausen konnte sich in seinem Heimspiel vor beeindruckender Zuschauerkulisse für die Hinspielniederlage revanchieren.

Damen Oberliga: SC Union Lüdinghausen – TV Werne 3:0 (25:19, 25:20, 25:15)

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Zeitweise hochklassige Spielabschnitte wechselten sich auf Werner Seite zu oft mit unkonstanten Phasen ab. Der TVW gab zu häufig mehrere Punkte am Stück ab und konnte sich aus dieser schwächeren Ausgangslage nicht zurückkämpfen. Dadurch, dass die Annahme sehr instabil war, konnten die Werner Damen ihr ligaweit gefürchtetes Spiel über die Mitte nicht so wie geplant entfachen.

„Großes Kompliment an unseren Gegner. Das 3:0 für Lüdinghausen geht absolut in Ordnung. Die stärkere Mannschaft hat heute gewonnen“, erklärte TVW-Coach Bakiewicz. „Wir haben es leider nicht geschafft unsere Leistung auf das ganze Spiel gesehen aufrechtzuhalten. Gegen ein starkes Team wie Lüdinghausen darf man sich eine wacklige Annahme oder zu viele verschlagene Aufschläge nicht erlauben.“

Auch wenn der TV Werne gut in die Begegnung startete, musste das Werner Trainerteam schon früh seine Auszeiten nehmen. Anstelle von Philipp Zurwieden, der parallel selbst in der Oberliga spielte, erhielt Bakiewicz Coachingunterstützung von Uschi Warnecke. Solange der Spielaufbau beim TVW stabil war, konnte er sich im Angriff sehr gut durchsetzen. Gegen den hohen Lüdinghausener Aufschlagdruck wackelte die Annahme jedoch sehr häufig. Die taktischen Möglichkeiten darauf zu reagieren waren aufgrund der Kadergröße begrenzt. Leia Budde fiel kurzfristig krankheitsbedingt aus und neben Theresa Rottmann als Libero blieben nur acht Feldspielerinnen. Ein Dilemma, das den TV Werne jetzt gegen die Union bestrafte.

„So lange ganz oben zu stehen, ist eine sensationelle Leistung. Und darauf dürfen wir auch verdammt stolz sein.“

TV Wernes Trainer Bronek Bakiewicz

„Ein entscheidender Vorteil, den Lüdinghausen hat, ist die Kadergröße. Wir haben aktuell nicht die Möglichkeit auf höchstem Oberliganiveau zu trainieren. Dafür fehlen uns noch ein paar Spielerinnen, um auch im Training Wettkampfniveau simulieren zu können“, erklärt Bakiewicz. Was die Satzergebnisse nicht wiedergaben, ist, wie ausgeglichen die Partie zeitweise war. Der Unterschied war nur, dass Lüdinghausen seine Leistung über alle Spielabschnitte konstant abrufen konnte. „Es ist keine Schande gegen so einen starken Gegner zu verlieren. Die Enttäuschung im Team ist natürlich groß. Aber wenn wir mal sechs Monate zurückschauen, dann müssen wir sagen, dass uns vor Saisonbeginn niemand auf dem Zettel hatte. Nicht mal wir selbst. Unser Ziel war der Klassenerhalt“, sagt Bakiewicz. „So lange ganz oben zu stehen, ist eine sensationelle Leistung. Und darauf dürfen wir auch verdammt stolz sein.“

Der TV Werne hat es nun nicht mehr in eigener Hand, die Tabellenführung zurückzuerobern. Lüdinghausen ist mit vier Punkten Vorsprung Spitzenreiter und sollte gegen Sande in seinem letzten Spiel mühelos gewinnen. Die beste Ausgangslage für die Meisterschaft hat trotzdem der SC Hennen. Hennen hat genauso wie Werne noch ein Nachholspiel, gleichzeitig aber nur zwei Punkte Rückstand nach oben. Es bleibt also weiterhin extrem spannend im Titelrennen.

Werne hat immer noch die Möglichkeit, aus eigener Kraft Zweiter zu werden. Im direkten Duell mit dem SC Hennen in drei Wochen will Werne den zweiten Platz zurückgewinnen und würde Lüdinghausen damit auch zur Meisterschaft verhelfen. Die letzten Wochen der Oberligasaison bleiben in jedem Fall spannend. So eng ging es schon lange nicht mehr im Titelrennen zu.

TV Werne: Jenny Harhoff, Franziska Warnecke, Anna Jäger, Chiara Grewe, Lisa Krüger, Mira Struwe, Kim Varlemann, Marla Bergmann, Theresa Rottmann

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