Montag, April 22, 2024

U16 des TV Werne schafft Sensation – 2. Damen müssen absteigen

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Werne. Die U16 Volleyballerinnen des TV Werne haben die Sensation geschafft. Zum ersten Mal seit über 20 Jahren qualifiziert sich wieder ein Werner U16 Mädchenteam für Westdeutsche Meisterschaften; und das gelang bei der Qualifikationsrunde B sogar vor heimischem Publikum.

TV Werne – 1. VC Minden 2:0 (25:18, 25:17) 

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TV Werne – Erkelenzer VV 2:0 (25:22, 25:21)  

TV Werne – PTSV Aachen 0:2 (18:25, 19:25) 

Nachdem die jungen Werner Talente schon eine überragende Oberligasaison ohne Niederlage hingelegt hatten, belohnte sich das Team jetzt mit zwei Siegen aus drei Spielen in der Halle des Werner Berufskollegs. Der Traum der Teilnahme an den Meisterschaften der besten zwölf Mannschaften NRWs wird wahr.  

„Das ist ein unglaubliches Gefühl. Dass wir die ersten beiden Spiele ohne Satzverlust gewinnen konnten, war total unerwartet. Wir hatten eine super Annahme und Angriffe und haben auch bei Rückstanden nie die Nerven verloren“, sagt Trainerin Kathryn Weidemann. „Es jetzt geschafft zu haben, macht uns alle sehr stolz.“  

Der 2:0-Erfolg über Minden war letztlich sehr souverän. Minden war jedoch auch der schwächste der drei Gegner. Das wurde spätestens beim Blick auf das Spiel zwischen Aachen und Erkelenz klar. Aachen als NRW-Ligist und Ausrichter der Westdeutschen Meisterschaften bekam ordentlich Gegenwehr, setzte sich aber 2:0 durch.

So war früh klar, dass das Werner Spiel gegen Erkelenz vorentscheidend für die Qualifikation sein wird. Dessen war sich die gesamte Mannschaft bewusst. Wie bereits im gesamten Saisonverlauf zeigte sich der Werner Oberliganachwuchs selbstbewusst und nervenstark. Aber auch Erkelenz hielt auf hohem Niveau dagegen. So entwickelte sich eine hochspannende Partie, die bis zu den letzten Ballwechseln ausgeglichen blieb. Den ersten Satz gewann der TV Werne knapp 25:22. Im zweiten Durchgang fasste sich Franziska Warnecke ein Herz und entschied das Spiel dann mit sehenswerten Sprungaufschlägen für den TV Werne. Die Sensation war mit diesem Sieg bereits geglückt.

Im letzten Spiel gegen den favorisierten PTSV Aachen ging es aber noch um die bessere Ausgangslage bei den Meisterschaften. Auch gegen Werne konnte Aachen seiner Favoritenrolle gerecht werden. Vor allem im Block war der PTSV überlegen. Auch der große Kader machte sich bezahlt, während beim TVW langsam die Luft raus war. Das war aber auch nicht schlimm, denn mit dem zweiten Platz hatte der Klub sein Ziel bereits erreicht. 

In Aachen finden am 25. und 26. März auch die Westdeutschen Meisterschaften statt. Dann misst sich der TV Werne im zweitägigen Turnier mit der stärksten Konkurrenz des Bundeslandes. Mit dabei sind auch einige Nachwuchsteams der Damen-Bundesligisten wie Bayer Leverkusen oder eben Aachen.

Die Werner Mädchen waren ohne große Ambitionen in die Saison gestartet. Das Team hatte sich neuformiert und die Leistungsunterschiede innerhalb der Mannschaft waren sehr groß. „Es war so schön zu sehen, wie sich die Mannschaft im Saisonverlauf entwickelt und zusammengefunden hat“, sagt Weidemann.

Jubel der U16 (von links): Greta Lexius, Lena Seyffert, Nora Hamer, Anabel Preik, Lia Weidemann, Franziska Warnecke; (unten von links): Damla Özayranci, Laura Dornhegge, Lara Schulze Kalthoff, Kathryn Weidemann, Jil Weniger, Ellen Schmidt. Foto: Kollhoff

Unterstützung erhielt sie sowohl vom Werner Jugendvolleyballkoordinator Bernd Purzner als auch Bernd Warnecke. „Der Erfolg der Mannschaft ist gelinde gesagt eine Sensation. Das letzte Mal, dass wir eine U16 bei den Westdeutschen hatten, war im Jahr 2001. Generell ist die letzte Teilnahme eines unserer Teams knapp 15 Jahre her“, sagt Purzner. 2020 hatte sich die U13 des TV Werne zwar für die Westdeutschen qualifiziert. Die Meisterschaften konnten dann coronabedingt allerdings nicht stattfinden.

Umso schöner sei es, dass es die Werner Mädchen jetzt noch einmal geschafft haben. Aus dem 2020er-Kader sind auch noch einige Spielerinnen im Kader der aktuellen U16 dabei. Die konnten sich den Traum jetzt sogar auf dem Großfeld erfüllen. „Wie hoch der Erfolg zu bewerten ist, kann man auch daran messen, dass Landestrainierin Julia van den Berghen und Verbandsspielwart Jürgen Adolph da waren, um die jungen Talente zu sichten. Toll, dass wir dieses hochkarätige Turnier ausrichten durften“, sagte Purzner und dankte dabei seiner Trainerkollegin Kathryn Weidemann. Sie übernahm an diesem Wochenende nicht nur das Coaching, sondern auch alle organisatorischen Aufgaben, um das Turnier in toller, ausgelassener Atmosphäre in Werne auf die Beine zu stellen.

Bezirksliga Damen: TV Werne II – TV Brilon 1:3 (25:15 15:25 26:28 14:25) 

Die Bezirksligavolleyballerinnen des TV Werne haben in ihrem entscheidenden Spiel gegen den Abstieg 1:3 gegen den TV Brilon verloren. Das bedeutet, dass die junge Mannschaft nach einem Jahr Bezirksliga wieder in die Bezirksklasse absteigt.  

Die Formkurve des Teams von Philipp Zurwieden zeigte eigentlich steil nach oben. In den letzten zwei Spielen setzte es eine knappe Niederlage gegen den unangefochtenen Spitzenreiter Hammer SC und dann gewann der TV Werne in seinem ersten von drei Endspielen um den Klassenerhalt 3:0 gegen den SSV Störmede. „Wir waren eigentlich auf einem guten Weg und ich war sehr zuversichtlich, dass wir es schaffen können“, erklärt Zurwieden. „Leider haben wir uns gegen Brilon selbst geschlagen. Zu groß die Angst einen Fehler zu machen.“ 

Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt vier Punkte. In zwei Wochen will der TV Werne trotzdem die Saison mit einem Sieg versöhnlich abschließen. Es ist immer noch möglich, den letzten Platz zu verlassen. Für den Klassenerhalt würde das allerdings nicht reichen. 

TVW: Klara Schmersträter, Carla Lexius, Greta Lexius, Franziska Warnecke, Lucy Heimann, Mira Pollak, Kim Schmitt, Greta Stach, Helin Keskin 

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