Werne. Hochrangiger Besuch bei der RCS-Gruppe: Am vergangenen Dienstag, 30. Juni 2026, begrüßte das Unternehmen Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung am Standort in Werne.
Im Mittelpunkt des Besuchs standen Einblicke in die Recyclingpraxis bei RCS sowie Gespräche über die Zukunft der Kreislaufwirtschaft. Dabei wurden aktuelle Herausforderungen sowie die Situation des Recyclings in Deutschland offen thematisiert, informiert RCS in einer Pressemitteilung.
Neben dem Bundesumweltminister nahmen unter anderem Antje von Broock (Abteilungsleiterin im Bundesumweltministerium), Michael Thews (MdB), Wernes Bürgermeister Lars Hübchen sowie die Geschäftsführung der RCS-Gruppe – Gerd Francke, Adelheid Hauschopp-Francke, Alexander Rimmer und Hanna Francke – am Termin teil.

Kreislaufwirtschaft zum Anfassen
Nach einem kurzen Empfang präsentierte die RCS-Gruppe ihr Geschäftsmodell sowie ihre Rolle innerhalb geschlossener Stoffkreisläufe. Im Fokus stand insbesondere das sogenannte „Bottle-to-Bottle“-System: Aus gebrauchten PET-Flaschen entstehen durch moderne Aufbereitungsprozesse wieder lebensmitteltaugliche Rohstoffe für neue Verpackungen.
Die Präsentation wurde von einem offenen Austausch begleitet. Der Bundesumweltminister zeigte sich dabei sehr interessiert, stellte zahlreiche Fragen und nahm sich bewusst Zeit, um auch fachlich komplexe Zusammenhänge zu verstehen. Themen wie das Pfandsystem, die Zukunft des Recyclings sowie konkrete Herausforderungen der Branche wurden intensiv diskutiert.
Besonders beeindruckt zeigte sich Schneider von der Innovationskraft des Mittelstands und der Geschwindigkeit, mit der Investitionen und neue Technologien bei RCS umgesetzt werden, heißt es in der Pressemeldung weiter.
Beeindruckende Einblicke vor Ort
Im Anschluss folgte eine ausführliche Besichtigung beider Standorte in Werne. Mithilfe bereitgestellter Golfcarts erhielt die Delegation zunächst einen schnellen und komfortablen Überblick über die Sortier- und Flakeanlage an der Capeller Straße, in der PET-Abfälle für den Non-Food-Bereich aufbereitet werden.
Danach ging es weiter zum nahegelegenen Standort Eichenbusch, wo die Granulierung zu lebensmitteltauglichem Kunststoff erfolgt. Hier konnte die Gruppe den finalen Schritt des Recyclingprozesses hautnah erleben – vom Abfall hin zum hochwertigen Rezyklat für neue Produkte.

Herausforderungen klar benannt
„Neben den technischen Möglichkeiten wurden auch die aktuellen Herausforderungen der Branche offen angesprochen. Dazu zählen insbesondere: bürokratische Hürden bei Genehmigungen und Zertifizierungen, fehlende Netzanschlusskapazitäten und hohe Energiepreise sowie steigende Anforderungen an Brandschutz und Versicherbarkeit“, betonte Adelheid Hauschopp-Francke.
Klare Anerkennung durch den Minister
Beim abschließenden Austausch am Standort Eichenbusch fand Bundesumweltminister Carsten Schneider deutliche Worte: „RCS ist ein großartiges Unternehmen mit einer starken Unternehmerfamilie.“ Der Besuch unterstreiche die wachsende Bedeutung leistungsfähiger Recyclingstrukturen in Deutschland – und die zentrale Rolle, die mittelständische Unternehmen wie die RCS-Gruppe dabei spielen.





















