Werner SC mit zwei 2013er-Spielern im Landeskader vertreten

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Werne. Zugegeben: Im Seniorenbereich könnte es bei den Volleyballern des Werner SC besser laufen. Die erste Herrenmannschaft ist nach einem verkorksten Saisonstart Tabellenletzter der Bezirksliga. Dass im Verein dennoch gute Laune herrscht, hängt vor allem mit der erfolgreichen Jugendarbeit der vergangenen Jahre zusammen, die nun einen vorläufigen Höhepunkt erreicht hat.

Mit Konstantin Altfeld und David Wagner wurden erstmals in der Vereinsgeschichte gleich zwei Jugendspieler in den Landeskader für den Jahrgang 2013 des Westdeutschen Volleyball-Verbandes (WVV) berufen. Beim Gerd-Büdenbender-Turnier in Senden, dem traditionellen Sichtungsturnier des WVV, teilte Landestrainerin Julia van den Berghen ihre Entscheidung mit – sehr zur Freude von WSC-Trainer Bronek Bakiewicz, der die U16 des Vereins betreut. „Das ist für den Klub natürlich eine tolle Bestätigung seiner Jugendarbeit, aber vor allem freut es mich für die beiden Jungs. Sie haben nun die Chance, sich mit den Besten ihres Jahrgangs zu messen.“

David Wagner ist eigentlich im Basketball zu Hause und hatte im vergangenen Jahr nach einem Ergänzungssport gesucht – er landete in der Volleyball-AG des Gymnasiums St. Christophorus. „Dass er es in so kurzer Zeit in den Landeskader schafft, ist schon bemerkenswert“, sagt sein Trainer, weiß aber auch: „Es wird für ihn natürlich eine besondere Herausforderung werden, denn die meisten Mitspieler haben entsprechend mehr Erfahrung.“

Konstantin Altfeld begann das Volleyballspielen ebenfalls über die Volleyball-AG des Gymnasiums St. Christophorus, ist aber schon seit zwei Jahren dabei. Zuletzt feierte er seine Premiere im Trikot der ersten Herrenmannschaft in der Bezirksliga. „Im Jugendbereich ist er eine absolute Stütze seiner Mannschaft. Dass so junge Spieler auch im Erwachsenenbereich zum Einsatz kommen, ist dennoch außergewöhnlich“, ordnet Bronek Bakiewicz ein.

Genau wie für die Angebote im Grundschulbereich zeichnet derweil Bernd Purzner für die Volleyball-AG des Gymnasiums verantwortlich. Oder, wie Bronek Bakiewicz es beschreibt: „Ohne ihn und seinen Einsatz wäre eine solche Jugendarbeit weder im Werner SC noch im TV Werne möglich.“

Drei Teams aus Werne waren beim U12-Wettkampf im Rahmen des Büdenbender-Turniers in Senden am Start.

Bernd Purzner selbst ist natürlich hoch erfreut über den Erfolg der Jungs, die ihre ersten Bälle bei ihm gespielt haben. Dass beide nach dem Büdenbender-Turnier in den Kader berufen worden sind, hat für ihn noch einmal eine ganz besondere Note. „Zunächst einmal wäre der Volleyball in Werne ohne Gerd Büdenbender nicht das, was er heute ist.“

Gerd Büdenbender war Lehrer am Gymnasium St. Christophorus und legte während seiner aktiven Zeit das Fundament für die Strukturen, mit denen es zum Beispiel die Damen des TV Werne 2010 in die zweite Volleyball-Bundesliga schafften. „Dass der WVV das zentrale Sichtungsturnier für seine Nachwuchskräfte nach Gerd Büdenbender benannt hat, sagt, glaube ich, alles über den Stellenwert dieses Mannes und seiner Arbeit für den Volleyball in Werne und in ganz Nordrhein-Westfalen aus.“

Doch auch Purzner selbst wurde durch Gerd Büdenbender nachhaltig beeinflusst: „Ohne ihn wäre ich nie Trainer geworden. Seine Hingabe zum Sport, seine Disziplin und sein Glaube an die eigenen Stärken sind der Maßstab, den ich auch heute noch an meine Arbeit lege.“

Der Erfolg gibt Purzner und den Trainerinnen und Trainern der beiden Werner Volleyballvereine recht: Beim Büdenbender-Turnier gibt es traditionell einen Wettbewerb für U12-Teams aus NRW – es sind die jüngsten Sportlerinnen und Sportler aus den Vereinen, die im Wettkampf antreten können. Mit zwei Mannschaften des TVW und einem Team des WSC war Werne dort wieder stark vertreten, und die Youngster belegten trotz großer Konkurrenz vordere Plätze – ein weiterer Beleg für die starke Jugendarbeit, die aktuell den Volleyball in der Lippestadt prägt.

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