Neuer Test: „Wir fischen die Kinder heraus, bevor sie infektiös sind“

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Werne. An den Schulen in Werne herrscht Vorfreude, die Kinder ab Montag womöglich wieder im Wechselunterricht begrüßen zu dürfen. Den Umstieg auf die „Lolli-Tests“ hält beispielsweise Nicola Buschkotte, Leiterin der Wiehagenschule, für eine positive Entwicklung.

In der Notbetreuung funktionieren die Test-Kits, mit denen sich die Schülerinnen und Schüler bisher selbst testen müssen, problemlos. „Die Sorgen im Vorfeld waren nicht begründet. Es klappt wunderbar. Und zum Glück hatten wir noch keinen positiven Fall“, berichtet Buschkotte.

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Nun also der Umstieg auf die Lollis, den die Pädagogin sehr positiv sieht. „Die neue Methode entspricht einem PCR-Test. Wir können also Kinder herausfischen, bevor diese infektiös sind. Daher hoffe ich, dass bei zukünftigen positiven Ergebnissen nicht die ganze Gruppe in Quarantäne muss“, sagt sie. Das sei auch eine gute Option, wenn wieder im gesamten Klassenverbund Präsenzunterricht stattfindet.

Und so soll es am Beispiel der Wiehagenschule am kommenden Montag funktionieren: Alle Kinder, die an diesem Tag im Wechselmodell Präsenzunterricht haben, müssen pünktlich um 8.15 Uhr an der Schule sein. „Dann sind wir um 9 Uhr mit den Lolli-Tests durch“, erklärt Nicola Buschkotte. Die gesammelten Tests werden dann von einem Logistiker abgeholt und ins Labor gebracht. Die Ergebnisse würden dann der Schule am nächsten Morgen, wenn die getesteten Kinder ohnehin wieder im Distanzlernen sind, mitgeteilt. „Da die Kinder so zweimal die Woche getestet werden, nimmt man an, dass sie noch nicht ansteckend sind, falls einmal ein positives Ergebnis vorliegen sollte.“

Zu einer neuen Studie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München, in der die Forscher davon ausgehen, dass sich die in der Schule positiv getesteten Kinder außerhalb der Einrichtung infiziert haben müssen, sagt Buschkotte: „Für die Kinder ist es in der Schule am sichersten, wenn jetzt zweimal wöchentlich getestet wird.“ Infektionen unmittelbar in den Klassenräumen der Wiehagenschule hätten bisher nicht stattgefunden. Dieser Ansicht sind auch andere Schulleiter in Werne.

Jede Woche müssten die Leitungen per Umfrage mitteilen, wie viele positive Fälle es gegeben habe und wie viele Kinder sich in Quarantäne befänden. „Die Frage, ob es innerhalb der Schule zu Ansteckungen gekommen sei, gibt es aber nicht“, so Buschkotte weiter.

Noch sind die Lolli-Tests nicht eingetroffen, erwartet werden sie Ende der Woche, heißt es aus der Grundschule an der Stockumer Straße. Am Freitag wolle Nicola Buschkotte die Eltern über alle Neuigkeiten informieren, da am Donnerstag noch eine Schulleiterdienstbesprechung auf dem Plan stehe.

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