„Luftküsse aus Korea“ – Uschmann und Witt präsentieren neuen Roman

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Herbern. Der kürzeste Weg von Herbern nach Seoul führt über den neuen Jugendroman von Sylvia Witt und Oliver Uschmann – eine romantische Komödie, die koreanische Serienkultur und typisch westfälische Mentalitäten zusammenbringt.

Teenagerin Kleo ist sich sicher – im Gästehaus des Bauernhofs der Familie ihrer besten Freundin macht ein Superstar aus Korea heimlich Ferien und zwar genau der Schauspieler, den sie am meisten bewundert. Gemeinsam gehen die beiden Mädchen der Sache nach, unterstützt von Leon, der Kleo seit Kindertagen liebt.

Mit „Luftküsse aus Korea“ setzt das Autorenduo, das in diesem Jahr sein zwanzigjähriges Jubiläum als Münsterländer feiert, gleichzeitig ihrer Wahlheimat und dem sogenannten K-Drama ein Denkmal – der koreanischen Serienkunst, deren Faszination sich in Inhalt und Dramaturgie dieser Geschichte gut transportiert.

Obwohl wörtlich nur „Mersch“ einmal vorkommt, erkennen Ortsansässige natürlich sofort die teils 1:1 exakten, teils abgewandelten Schauplätze: das Schloss Westerwinkel, die Südstraße in Herbern mit Schreibwaren Angelkort, den Dorfplatz an der Talstraße mit Sparkasse und Bouleplatz. Vorbild für den Bauernhof mit Ferienzimmern scheint der Hof Bleckmann, die Fahrradroute der jugendlichen Figuren allein legt es schon nah. Aus dieser Welt träumt sich die Protagonistin wegen einiger unschöner Erfahrungen, die bei allem Humor den ernsten Kern der Geschichte bilden, in die Ferne, die in Form des inkognito angereisten Stars ganz nah gekommen scheint.

„Der ursprüngliche Arbeitstitel lautete ‚Er ist es!’“, erzählt Oliver Uschmann, ohne zu verraten, ob er’s denn nun ist. Von koreanischen Serien seien seine Frau und er seit Jahren fasziniert, „dort schreiben die besten Drehbuchautoren auf Erden“. Als er bei einer Schullesung vor Jahren im Gespräch mit den Schülerinnen die Faszination zugab, waren sie völlig aus dem Häuschen. „Da wussten wir – es wird höchste Zeit, dem Thema im deutschen Jugendbuch die verdiente Ehre zu erweisen – und unserem Zuhause gleich mit.“

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