Samstag, Mai 2, 2026

Premiere von „Im sechsten Stock“: TaF im flözK in Hochform

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Von Helmut Holz

Werne. Viel Beifall und „Standing Ovations“ – dieser verdiente Lohn kam nach einem rund zweistündigen Theaterabend im FlözK bei den Schauspielerinnen und Schauspielern des TaF (Theater am Fredenbaum) sehr gut an.

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Das Ensemble unter der Leitung des Regie-Teams Leonie und Inge Abramczyk brachte Alfred Gehris Komödie „Im sechsten Stock“ glänzend auf die Bühne des FlözK. Apropos Bühne: Das in mehr als 25 Sprachen übersetzte, mehrfach gefilmte und auf unzähligen Bühnen gespielte Stück wurde im flözK mit einem neuen „Stern“ versehen. Wohl noch nie wurde das erfolgreiche Stück auf einer kleineren Bühne gespielt. Das gelang mit guten Ideen und einfachen Mitteln wie Zimmerwänden aus durchsichtigem Gazestoff, die so drei Wohnungen auf die Bühne brachten, und der Einbeziehung des Zuschauerraums als Treppenhaus. 

Das Stück entführte das Publikum in den sechsten Stock eines Hauses im Paris der 30er Jahre, und zwar in das Künstler- und Vergnügungsviertel rund um Montmartre, in das Leben von Menschen mit ihren Geldnöten, ihren Sorgen und ihren Träumen.

Auf der kleinen Bühne im flözK liefen die Schauspieler/innen zur Höchstform auf. Foto: Frank Neumann

Irmgard Schlierkamp ließ als herrische Vermieterin keinen Zweifel daran, wer in dieser sechsten Etage das Sagen hatte. Aber ihr Herz konnte „Madam Maret“ trotz des oft harschen Tones nicht verstecken. Julia Klunkert als Germaine Lescalier spielte souverän die Rolle der neugierigen, aber auch hilfsbereiten Nachbarin, mit der Inge Meysel im Film von 1954 geglänzt hatte. Sie ließ sich auch durch das Macho-Gehabe ihres Gatten Max, eines erfolglosen Malers, nicht beirren, der von Darius Sobhan-Sarbandi gekonnt präsentiert wurde. Das gilt auch für Mahmoud Basha, der als „Schwerenöter“ Monsieur Jamal alle weiblichen Bewohnerinnen des 6. Stocks in seinen Bann zog.

So zum Beispiel Edwige Hochepot, wunderbar gespielt von Andrea Weber, die bis dahin die „weltbewegenden Texte“ ihres sich als Bestseller-Autor fühlenden Vaters (Alex Gehrigk) auf der Schreibmaschine tippte. Herrlich die Szene, in der dieser mit Hilfe von Tassen, Kanne und Zuckerschale erklärt, wie er sich die Handlungen für seine allmonatlich erscheinenden „Volksromane“ ausdenkt.

Als Debütant zeigte Jakob Klunkert in der Rolle des Jojo, dass er vermutlich nicht zum letzten Mal auf der Bühne gestanden hat. Seine Entwicklung von schüchternen und fast ängstlichen Jungen zum selbstbewussten Mann, der zum Schluss mit der von Jamal schwangeren Edwige vor den Altar tritt, war in allen Phasen seiner Rolle zu spüren. Für die Rolle des „leichten Mädchens“ Berthe kehrte mit Lea Thiemann eine Frau auf die Bühne zurück, die schon beim „Jungen Theater“ im flözK erfolgreich dabei war. Theo Schlierkamp komplettierte als Arzt und Newcomer das Ensemble, das als Anerkennung viel Applaus und die strahlenden Gesichter der Zuschauer in Erinnerung mitnehmen durfte.

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