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Werne. Insekten wie Bienen, Hummeln und Schmetterlinge sind als Blütenbestäuber unverzichtbar für den Erhalt der Vielfalt unserer Flora und Fauna – und damit von unser aller Lebensgrundlage. Weil es auf Feldern, Wiesen, öffentlichen Flächen und Gärten heute immer weniger blüht, fehlt es unseren fleißigen Helfern zunehmend an Lebensraum. Dagegen lässt sich was machen.

„Werden Sie Blühpate oder Blühpatin. Bei der Erstauflage im vergangenen Jahr sind fünf Hektar zusammengekommen. Das wollen wir gerne wiederholen“, wirbt Robert Schulze Kalthoff, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsverbands Werne, im Gespräch mit WERNEplus um Unterstützung in der Bevölkerung.

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In Werne können Interessierte durch eine Blühstreifen-Patenschaft aktiv dazu beitragen, dass den Insekten dieser Lebensraum zurückgegeben wird: Für einen Spendenbeitrag von 20 Euro wird man Blühpat:in für 50 m² Blühfläche entlang der Felder und Wirtschaftswege in Werne.

Und so geht es:

Alles, was zu tun ist, um Blühpat:in zu werden, ist eine Überweisung auf das dafür vorgesehene Konto der Stadt Werne. Auch die Patenschaft für mehrere Einheiten von jeweils 50 m² ist möglich. „Jeden Quadratmeter Blühstreifen, für den eine Patenschaft übernommen wird, verdoppelt die Werner Landwirte auf eigene Kosten“, sagt Schulze Kalthoff. Er und seine Kollegen säen die
Blühmischungen auf den Flächen aus und pflegen diese.

Spendenkonto:

IBAN: DE85 4415 2370 0000 0001 33
Verwendungszweck: Blühpatenschaft
Kassenkonto K90020475 – Namen angeben

Die Patenschafts-Spende kann steuerlich geltend gemacht werden.

Die Blühstreifen-Patenschaft 2021 ist ein Projekt des Landwirtschaftlichen Ortsverbands Werne in Zusammenarbeit mit der Stadt Werne.

Weitere Informationen und eine Urkunde zum Ausdrucken gibt es unter https://eure-landwirte-in-werne.de

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1 Kommentar

  1. Blühende Hecken für den Artenschutz

    Wussten Sie, dass die Blüten vieler Sträucher, die jetzt im Frühjahr duften, nur an den Trieben des letzten Jahres blühen? Für mich ist die bunte Pracht eine willkommene Freude.

    Leider blüht es in deutschen Vorgärten immer seltener. Auch auf den öffentlichen Flächen vor meiner Haustür können nur ganz wenige Blüten überleben. Woran liegt das eigentlich? Es ist ganz einfach: der ordnungsliebende Gärtner schneidet im Herbst die Sträucher rigoros zurück und entfernt den natürlichen, jungen Wuchs des letzten Sommers. Was dann übrig bleibt ist meist nur ein verholzter Stamm, der im nächsten Jahr neu austreibt, aber im Frühjahr nicht blüht. Durch den starken Rückschnitt gehen wichtige Nistplätze für heimische Singvögel verloren. Denn die Vögel brauchen den Schutz der jungen Zweige um ihr Nest vor dem Blick ungewollter Besucher zu schützen. Durch den herbstlichen Kahlschlag finden Vögel keinen Platz mehr zum Nisten und Insekten im Frühjahr keinen Nektar. Das fördert das Artensterben. Insekten verhungern und Vögel finden keinen Ort um ihre Küken aufzuziehen. Das ist schade. Denn jedes Jahr freue ich mich über den heiteren Gesang der Vögel und die bunte Blütenpracht.
    Doch wie können wir uns die Schönheit der Natur zurückholen, ohne den Garten verwildern zu lassen? Seien Sie unbesorgt, wer gerne zur Schere greift hat verschiedene Möglichkeiten. Man könnte zum Beispiel jedes Jahr nur die Hälfte der Büsche wie gewohnt beschneiden. So erhalten lange, junge Zweige die Chance im Frühjahr am Holz des letzten Jahres zu blühen. Alternativ könnten nur wenige, alte Zweige komplett entfernt werden, was den Busch verjüngt und Vögeln und Insekten neue Lebensräume beschert. Mehr Blüten im Frühjahr sind gut für die Seele und gleichzeitig ein toller Beitrag für Klimaschutz und Artenvielfalt. Ich würde mir wünschen, dass die Stadt mit gutem Vorbild vorangeht und die öffentlichen Grünflächen wieder zum Lebensraum für Vögel und Insekten macht.

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