Unterbrechung des Radwegs an der B54 bleibt noch länger bestehen

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Werne. Der Radweg entlang der B54 zwischen Werne und Herbern wird nicht nur in den Sommerferien gern von Radfahrern genutzt. Doch ein Ärgernis besteht schon seit der Fertigstellung des Wegs vor vielen Jahren, denn ein Stück – zwischen dem Werenboldweg und Kasemannweg – konnte bisher nicht gebaut werden.

„Es ist zwar eine Umleitung durch die Feldwege ausgeschildert, die aber von den meisten Radfahrern und Inlineskatern nicht genutzt wird. Die bleiben auf dem schmalen, holprigen Streifen entlang der B54. Gerade wenn dieser Bereich entgegen des Verkehrsflusses genutzt wird, ist das aus meiner Sicht wegen der vielen Autos und Lkws sehr gefährlich“, sagt Anwohner Benedikt Hülsmann.

Der Landwirt hat sich schon vor mehr 20 Jahren als Grundschüler mit einigen Freunden für einen Radweg zwischen Werne und Herbern eingesetzt. „Damals sind wir mit unseren Go-Karts zu den Nachbarn gefahren und haben mehrere hundert Unterschriften gesammelt und an den damaligen Bürgermeister Meinhard Wichmann überreicht“, erinnert sich Hülsmann. Der Radweg entlang der B54 zwischen Werne und Herbern wurde Jahre später gebaut – mit der benannten Lücke.

Die Bushaltestelle wird, wenn der Radwegeanschluss entsteht, barrierefrei ausgebaut. Foto: Volkmer

Zuständig für den Bau des fehlenden Teilstücks ist der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen, kurz Straßen.NRW. „Wir sind noch mitten in der Planung, gehen aber davon aus, dass wir bis Ende nächsten Jahres sowohl den Planungsentwurf als auch die Ausführungsplanung fertig haben“, berichtet Nadia Leihs, Pressesprecherin von Straßen.NRW auf Anfrage von WERNEplus.

Auch die Frage des Grunderwerbs müsse noch final geklärt werden, damit für den Bereich das Baurecht erlangt werden könne. „Wenn das alles so wie angedacht klappt, könnte theoretisch 2024 gebaut werden“, vermutet Leihs. Eine auf den ersten Blick sehr lange Bearbeitungszeit für einen Radweg mit einer Länge von etwa 250 Metern.

Die Planung des Radweges sei auch nicht kompliziert, heißt es dazu von der Sprecherin. Allerdings müsse in dem Bereich auch die dortige Bushaltestelle barrierefrei ausgebaut und an die künftige Verkehrsführung angepasst werden. Der Durchlass, durch den ein kleiner Bach verläuft, müsse dazu bei der Planung bedacht werden. Überdies sei es vor dem Baustart nötig, Kompensationsmaßnahmen zu planen, weil mit dem Bau des Radwegs Flächenversiegelungen durchgeführt werden müssen.

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