Getreideernte ist gestoppt: Landwirte hoffen auf Regenpause

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Werne. Der Regen sorgt bei Landwirten, die nach den hitzigen Tagen Anfang Juli mit der Getreideernte begonnen haben, nun schon länger für eine Zwangspause. Die Wintergerste ist erfolgreich eingefahren, jetzt aber warten viele Bauern auf eine erneute, trockene Wetterphase, um die Ernte fortsetzen zu können.

„Wir sind durch das unbeständige Wetter ausgebremst. Wenn man sich allerdings das Getreide und den Raps anschaut, sind die jetzt erntereif“, sagt Hans-Heinrich Wortmann. Der Landwirt und Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Ruhr-Lippe macht sich Sorgen um die Qualität des Getreides.

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„Wenn das Getreidekorn reif ist und noch immer in den feuchten Spelzen steckt, beginnt das Korn wieder mit dem Keimen. Dafür wird dann das Eiweiß aus dem Korn genutzt. Das bedeutet letztlich erhebliche Einbußen bei der Qualität, weil das Ergebnis dann kaum mehr als Getreide zur Brotherstellung genutzt werden kann“, erklärt Wortmann.

Viele Landwirte hoffen wie Robert Schulze Kalthoff auf eine trockene Wetterphase, um die Ernte fortsetzen zu können. Foto: Volkmer

Solche Probleme gibt es auf Feldern in Werne auch, wie der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Ortsverbands Werne, Robert Schulze Kalthoff, auf Anfrage von WERNEplus bestätigt. Demnach ist besonders Triticale, eine Kreuzung aus Roggen und Weizen, betroffen. „Da hat das Auswachsen schon begonnen und die Körner verlieren von Tag zu Tag gewaltig an Qualität“.

In Ordnung sei die Lage derzeit noch bei Weizen und Roggen. „Die bräuchten jetzt mal zwei Wochen Sonne und Wind, damit wir ernten können“, so Schulze Kalthoff. Nass können Weizen, Hafer, Roggen und Triticale indes nur schlecht geerntet werden. Dazu entstehen bei einer Trocknung hohe Kosten. „Das Getreide, das gelagert wird, darf nur einen Feuchtigkeitsgehalt von 15 Prozent haben“, so Petra Drees-Hagen, Pressesprecherin vom Landwirtschaftlichen Kreisverband Ruhr-Lippe Lippe.

Auf den Feldern in Werne finden sich primär Weizen und Triticale. Auf der anderen Seite profitieren derzeit Mais und Kartoffeln von dem regelmäßigen Regen. „Der Mais ist gewaltig gewachsen, auch das Grünland konnte den Regen bisher gut verarbeiten“, erklärt Schulze Kalthoff, der sich dennoch eine Regenpause wünscht, um die Getreideernte fortsetzen zu können.  

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