Jonah Hülk aus Herbern leistet einen Freiwilligendienst in Mexiko

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Herbern/Werne (pbm/mek). In knapp drei Wochen geht es für Jonah Hülk los. Sein Ziel liegt rund 9.400 Kilometer von Herbern entfernt. In Tepeji del Rio im mexikanischen Bundesstaat Hidalgo wird sich der 19-Jährige, der gerade sein Abitur am Anne-Frank-Gymnasium in Werne gemacht hat, ein Jahr lang in der dortigen Pfarrei engagieren.

„Ich werde in der Messdienerarbeit tätig sein, die Caritas unterstützen oder Gottesdienste vorbereiten. Aber ich kann auch Sprachunterricht geben und im Migrantenhaus mitarbeiten. Je nachdem, was gerade gebraucht wird“, hat er im Vorfeld erfahren. Manche Aufgabenfelder sind ihm nicht fremd, denn er war selbst einige Jahre als Messdiener aktiv, hat in der Firmvorbereitung mitgearbeitet und ist als Betreuer im Ferienlager dabei gewesen.

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In den vergangenen Wochen hat sich Hülk gemeinsam mit 24 weiteren jungen Erwachsenen auf seinen Freiwilligendienst im Ausland vorbereitet, unterstützt vom „weltwärts“-Programm über das Bistum Münster. Dabei ist er auch mit einigen ehemaligen Mexiko-Freiwilligen ins Gespräch gekommen und hat bereits viel über seine künftige Heimat auf Zeit erfahren. „Und wenn ich noch Fragen haben, kann ich mich bei ihnen einfach melden.“ Das beruhigt ihn.

Schon von Kindesbeinen an interessiert das Ausland den Herberner. Während der Schulzeit nahm er begeistert am Schüleraustausch statt und verbrachte sogar ein halbes Jahr in Irland. „Deshalb war es für mich eine Option, nach dem Abitur ein Jahr in einem anderen Land zu verbringen. Aber ich wollte nicht reisen, sondern die Kultur und die Menschen an einem Ort kennenlernen“, berichtet Hülk.

Sein Patenonkel, Pfarrer Thorsten Schmölzing aus Rhede, gab ihm den Tipp, sich über den Freiwilligendienst beim Bistum Münster zu informieren. Gesagt, getan. „Ich fand die Projekte alle cool und war offen für unterschiedliche Länder. Mit der Entscheidung für Mexiko bin ich sehr zufrieden“, freut er sich auf das, was nun kommt.

Gemeinsam mit drei weiteren Engagierten wird er vor Ort zunächst von einem Freiwilligen empfangen, der die jungen Erwachsenen eine Woche lang ein wenig an die Hand nehmen wird. Spanisch spricht Hülk noch nicht, doch das ist für den Fußball- und Badminton-Spieler kein Problem. „Ich habe mit einer Sprach-App einige Grundlagen gelernt. Aber wir werden nach unserer Ankunft noch gemeinsam an einem vierwöchigen Intensivsprachkurs teilnehmen. Und durch das Sprechen im Alltag wird es bestimmt immer besser werden“, ist er zuversichtlich.

Der Koffer ist zwar noch nicht endgültig gepackt, aber Hülk weiß, was hineinkommt. Neben dem üblichen Gepäck nimmt er einige Fotos mit und ein Taschenmesser, das er vom Patenonkel zum Abitur geschenkt bekommen hat. Auch die Kamera seines Vaters wird noch Platz finden.

Insgesamt fühlt er sich über die Begegnungen und Vorbereitungsseminare bestens gerüstet. „Aber ich profitiere auch von meinen Erfahrungen, die ich in Irland gemacht habe, als ich das erste Mal länger von zuhause weg war“, sagt er. Er sei ein offener Mensch, der schnell mit anderen ins Gespräch komme. Die Zeit in Mexiko möchte er auch als Orientierungsjahr nutzen.

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