Dienstag, April 23, 2024

LiSe eG 2024: Bürgerenergie vom Mietdach in Werne und Overberge

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Werne. Die erste Photovoltaik-Anlage der LiSe-Bürger-Energie-Genossenschaft (LiSe eG) in der Region Lippe-Seseke soll auf dem Satteldach des Vereinsheims des Tennisvereins Blau-Weiß Bergkamen an der Erlentiefenstraße in Overberge installiert werden. Das teilte der Vorstandsvorsitzende Normann Kirschberg jetzt auf Nachfrage von WERNEplus mit.

Rund sechs Monate nach der Gründung der Genossenschaft im August 2023 ist der Vertragsabschluss in greifbare Nähe gerückt. In Kürze dürften die letzten Details geklärt sein, so Kirschbaum. Geplant ist eine Anlage mit einer Leistung von cirka 62 Kilowatt-Peak (kWp) bei einer maximalen Einspeisemöglichkeit von 50 Kilowattstunden (kWh).

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Dietrich-Bonhoeffer-Zentrum Werne: Stromernte vom Kirchendach

Auch ein zweites Projekt für regional erzeugte regenerative Solarenergie haben die Macher der LiSe eG für 2024 bereits im Visier und zwar in Werne. Es ist auf dem Flachdach des Dietrich-Bonhoeffer-Gemeindezentrums der evangelischen Kirche am Ostring geplant, in vergleichbarer Größenordnung wie jenes auf dem Vereinsheimdach in Overberge. Hier gelte es zunächst aber noch, die Statik des Gebäudes zu prüfen, bevor darauf eine PV-Anlage montiert werden könne, erläuterte Kirschberg.

Das bestätigte der evangelische Pfarrer Alexander Meese gegenüber WERNEplus. Derzeit prüfe ein Statiker, ob die Traglast des Daches für die Installation solch einer PV-Anlage ausreiche. „Wenn das so umsetzbar ist, möchte die Kirchengemeinde das gerne machen“, sagte er zum Stand der Dinge.

Nachdem einige Hindernisse wie die Suche nach den benötigten Gebäudeunterlagen beseitigt sind und auch die Westnetz-Freigabe für die Einspeisung vorliege, hänge die Umsetzung nun von den Ergebnissen der technischen Prüfung ab. Dann könne die LiSe eG die PV-Anlage auf dem großen Kirchendach und dem rechten Nebendach realisieren. Geht alles wie geplant, könnte es mit der Stromernte vom Kirchendach schon im Verlaufe des Jahres losgehen.

Grundsätzlich, bekräftigte Meese, sehe man als Kirche mit Blick auf die Klimaneutralität in der Zusammenarbeit mit der Bürgerenergie-Genossenschaft eine „gute Möglichkeit, etwas zu verändern“. Es sei im Sinne der Kirchengemeinde, die energetische Umrüstung nach und nach umzusetzen. Das Genossenschaftsmodell mit seiner Bürgerbeteiligung komme nicht nur aus finanziellen Erwägungen gelegen, denn damit könne man sich auch in der Gemeinde identifizieren, zeigte er sich überzeugt.

Gespräche über Projekte in der Region – Hoffnung auf neue Anteil-Käufer

Bei der LiSe eG ist man derweil im Austausch mit Städten in der Region über weitere Projekte. Nicht alle Vorschläge für PV-Anlagen vom Mietdach, die bei der ehrenamtlich aufgestellten Genossenschaft eingingen, ließen sich indes auch umsetzen es. „Da müssen wir schauen ob es passt“, schilderte der Normann Kirschberg zu den notwendigen technischen Voraussetzungen zur Anbringung einer PV-Anlage.

Um den gewünschten Beitrag der Genossenschaft zur Reduzierung des C02-Austausches zu erlangen, seien allerdings noch weitere Zeichner von LiSe-eG-Anteilen gesucht. „Ich hoffe, dass es weitergeht“, betonte Normann Kirschberg. Immerhin hätten in dem ersten halben Jahr seit Bestehen schon 157 Mitglieder Anteile im Stückpreis von 250 Euro erworben. Zielmarke sei eine Basis von 350 Genossenschaftsmitgliedern.

Informationen LiSe eG: www.lise-buergerenergie.de

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