„Als Schausteller ist man in Werne zu Hause“: Krefts freuen sich auf Sim-Jü

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Werne. Kirmes ist Familiensache – das ist auch bei der Schaustellerfamilie Kreft nicht anders. Mischa Kreft und Ehefrau Gertrud, gebürtige Wendler, blicken beide bereits auf eine lange Tradition im Schaustellergeschäft zurück. Die 14-jährige Tochter Kelly stellt bereits die sechste Generation in der Kirmesfamilie, die sich auf die Rückkehr nach Werne besonders freut.

Der 1979 gebaute „Love Express“ ist seit rund einem Jahrzehnt auf der großen Veranstaltung an der Lippe gesetzt. Früher waren die Schausteller aus Duisburg unter anderem mit Schaubuden und einer Raupe am Start. „Das war schön, denn viele haben das Verdeck genutzt, um sich unbeobachtet zu küssen“, blickt Mischa Kreft mit einem Lächeln auf frühere Zeiten zurück. Als die Kirmes-Gäste aber vermehrt immer rasanter unterwegs sein wollten, löste oftmals der Musik Express, der bei der Familie aus Duisburg unter dem Namen Love Express firmiert, die Raupe ab.  

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Zum Kirmesdasein gehören für die Familie ständige Ortswechsel, diese bedeuten für Tochter Kelly auch regelmäßige Schulwechsel. „In Werne hat das immer sehr gut geklappt. Sie ist immer gut aufgenommen worden und auch die anderen Kinder reagieren sehr offen und entgegenkommend“, schildert der Vater.

Mischa Kreft, Ehefrau Gertrud und Tochter Kelly fühlen sich in Werne wohl. Wie gewohnt ist die Schaustellerfamilie aus Duisburg jetzt wieder bei Sim-Jü dabei. Foto: Volkmer
Mischa Kreft, Ehefrau Gertrud und Tochter Kelly fühlen sich in Werne wohl. Wie gewohnt ist die Schaustellerfamilie aus Duisburg jetzt wieder bei Sim-Jü dabei. Foto: Volkmer

Auf dem Rummel übernimmt die Tochter beispielsweise den Verkauf von Fahrchips und tätigt teils auch die typischen Kirmes-Durchsagen. Ans Steuer des Fahrgeschäfts, dessen Gondeln sich nach Messungen bis zu 50 Stundenkilometer schnell drehen können, darf die Schülerin noch nicht.   

Auf Sim-Jü gehört der Love Express zu den Publikumslieblingen, was Mischa Kreft freut: „Das ist für viele einfach Kult. Viele verbinden damit auch Erinnerungen aus der eigenen Kindheit.“ Auf der anderen Seite ist das Fahrgeschäft bei der Jugend hoch im Kurs. „Wir fahren Familie und Jugend“, sagt der 51-jährige Schausteller mit gewissem Stolz.  

Dafür, dass die Freude auf die Zeit in Werne groß ist, gibt es mehrere Gründe. „Egal, wo man hingeht – ob zum Bäcker oder ins Hotel – als Schausteller ist man in Werne zu Hause“, sagt Mischa Kreft. Daher gelte unter Schaustellern auch die Weisheit. „In Werne sind wir gerne“. Das bestätigt auch Gertrud Kreft: „Werne ist wirklich eine Schausteller-Stadt. Wenn die Schausteller kommen, gehen die Türen auf.“

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