Werne. Die 3. Auflage von „Geschichte(n) von Werne“ und „Histörchen aus Werne“ liegt vor. Erstmals 2022 erschienen und nun im März 2026 neu aufgelegt, sind ab sofort 100 Ausgaben zu haben.
Am Montag, 18. Mai 2026, hatten Autorin Heidelore Fertig-Möller, langjährige Leiterin des Stadtmuseums, und Altbürgermeister Rainer Tappe als Vorsitzende des Fördervereins Stadtmuseum Belegexemplare dabei, mit denen sie sich bei Bürgermeister Lars Hübchen für das Vorwort zur neuen Auflage und bei Martin Abdinghoff vom Vorstand der Sparkasse an der Lippe für die großzügige finanzielle Unterstützung bedankten.
Auf 124 Seiten finden sich in dem Band wichtige Ereignisse aus Wernes 1.200-jähriger Stadtgeschichte, wird über bedeutende Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus Politik, Kirche und Kultur berichtet sowie Wissenswertes zu Sehenswürdigkeiten und Denkmale vermittelt. Auch ein Blick in die Umgebung der Lippestadt darf nicht fehlen wo an der Lippebrücke der Gedenkstein des Werner Bundes von 1253 steht, „An den 12 Bäumen“ einst ein Femgericht tagte oder in Lenklar die ehemalige Leprosenanstalt stand.
Wernes vielseitige Stadthistorie in Wort und Bild
Mit vielen Fotos des Zeitgeschehens in Werne, mit Abbildungen von Dokumenten, Darstellungen historischen Stadtansichten wird die Geschichte des einstigen Ackerbürgerstädtchens, das von 1899 bis 1974 Zechenstandort war, und mit dem Sim-Jü-Kirmes jedes Jahr Ende Oktober an die Verleihung der Stadtrechte im Jahr 1362 erinnert und dank seiner besonderen historischen Gebäude in den Kreis der Städte mit historischem Stadtkern aufgenommen wurde.
Ob Altes Steinhaus am Moormannplatz, St.-Christophorus-Kirche mit dem Fachwerk-Ensemble darum, Kapuzinerkloster, Altes Rathaus und Marktplatz oder das in Bauhaus-Architektur entstandene Wohn- und Geschäftshaus von Schulze-Bisping an der Steinstraße sind auf alten Fotos zu sehen.
„Die Herangehensweise, diese vielseitige Stadtgeschichte – wie es der Untertitel des Buches bereits verrät – in kurze, mundgerechte ‚Histörchen‘ zu teilen und dabei nicht chronologisch oder streng analytisch vorzugehen, sondern sich zu interessanten Facetten treiben zu lassen, entspricht dabei wunderbar der Idee einer lebendigen und niedrigschwelligen Kulturvermittlung“, schreibt Lars Hübchen in seinem Vorwort und würdigt zugleich die Arbeit des Fördervereins, der im nächsten Jahr sein 50. Jubiläum feiern kann.

„Lokale Identität entsteht aus Verbundenheit und Verbundenheit entsteht durch Kenntnis und Verständnis der Wurzeln unseres Zusammenlebens“, legt Wernes Bürgermeister allen Interessierten „die lebendige Vermittlung unserer Stadtgeschichte“ ans Herz.
Spenden zur Finanzierung der Druckkosten ermöglichen Neuauflage
Möglich wurde die Neuauflage, weil die Druckkosten dank zahlreicher Spenden aus der Stadtgesellschaft finanziert werden konnten. So ging unter anderem ein dreistelliger Beitrag aus dem Erlös des Sim-Jü-Fußballspiels ein und Heidelore Fertig-Möller selbst hatte anlässlich ihres 75. Geburtstags anstelle von Geschenken um eine Spende für das Werne-Buch gebeten. Gedruckt wurden die Bücher von „Beckmann Printmedien“ aus Werne.
Dank der finanziellen Unterstützung kann der Verkaufserlös von 20 Euro nun vollständig für neue Projekte des Fördervereins Stadtmuseum verwendet werden, so Fertig-Möller. Mit seinem nahenden Jubiläum 2027 zählt der Förderverein des Stadtmuseums zu den ältesten in Werne. Zu kaufen gibt es das Werne-Buch, dass sich auch bestens als Geschenk eignet, im Stadtmuseum, bei Bücher Beckmann, beim Verkehrsverein und beim Stadtmarketing.






















