Löschzüge aus Werne und Herbern üben in ehemaliger Gaststätte

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Werne/Herbern. Am Freitagabend, den 15. August 2025, fand eine groß angelegte Gemeinschaftsübung der Freiwilligen Feuerwehr Werne und der Feuerwehr Ascheberg statt. Ab 18.30 Uhr übten die Einsatzkräfte des Löschzug 1 Stadtmitte sowie des Löschzug 2 aus Herbern beider Feuerwehren ein anspruchsvolles Einsatzszenario an der Gemeindegrenze.

Als Übungsobjekt diente die ehemalige Gaststätte „Zum letzten Wolf“ an der B54, ein weitläufiges und verwinkeltes Gebäude, das ideale Voraussetzungen für eine realistische Einsatzübung bot. Angenommene Lage: In dem Gebäude war es zu einem Brand gekommen, mehrere Personen wurden vermisst.

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Umgehend richtete der Einsatzleiter zwei Einsatzabschnitte ein: Menschenrettung und Wasserversorgung. Während die Wasserversorgung durch einen Pendelverkehr von zwei Fahrzeugen zu einem nahegelegenen Hydranten an der B54 sichergestellt wurde, lag der Schwerpunkt auf der Menschenrettung. Mehrere Trupps unter Atemschutz welche gemischt aus Einsatzkräften der Feuerwehr Werne und der Feuerwehr Ascheberg waren, durchsuchten den Keller und das Dachgeschoss des stark verrauchten Gebäudes. Die gemeinsame Durchmischung der Trupps diente gezielt dazu, die Zusammenarbeit auch über kommunale Grenzen hinweg zu stärken.

Kurze Lageeinweisung der Einsatzleitung.

Parallel brachte die Feuerwehr Werne die Drehleiter in Stellung. Über diese konnte eine Person aus dem ersten Obergeschoss gerettet werden. Im weiteren Verlauf kam der Wasserwerfer im Drehleiterkorb für die Brandbekämpfung zum Einsatz.

Neben der eigentlichen Menschenrettung wurden auch taktische und technische Abläufe intensiv trainiert: Dazu gehörten die Handhabung der Funkgeräte, die Zusammenarbeit bei der Abschnittsbildung sowie eine simulierte Mayday-Lage, bei der ein Atemschutztrupp in Not gerät und schnellstmöglich Unterstützung benötigt. Solche Übungen sind besonders wichtig, da sie die Handlungssicherheit in Extremsituationen fördern und die Kameradinnen und Kameraden auf den Ernstfall vorbereiten.

Die geretteten Personen wurden versorgt.

Die Übungsleitung war sich einig: „Gerade solche gemeinsamen Übungen sind für uns enorm wichtig. Nur wenn wir regelmäßig Hand in Hand trainieren, können wir im Ernstfall über Gemeindegrenzen hinweg effektiv zusammenarbeiten und so Menschenleben retten.“

Auch von Seiten der Feuerwehr Ascheberg wurde die gute Zusammenarbeit hervorgehoben. Der Löschzugführer aus Herbern Carsten Gausepohl betonte, wie wertvoll es sei, die Strukturen und Einsatzabläufe der Nachbarwehr aus erster Hand kennenzulernen: „Im Einsatzfall zählen Sekunden. Da ist es entscheidend, dass man sich kennt und sich aufeinander verlassen kann.“

Der Wasserwerfer der Drehleiter wurde in Betrieb genommen.

Nach rund zwei Stunden war das Szenario erfolgreich abgearbeitet. Im Anschluss kamen die beteiligten Einsatzkräfte zu einer ausführlichen Nachbesprechung zusammen. Dabei wurden die Übungsziele reflektiert und Verbesserungspotenziale besprochen. Nachbesprechungen sind ein wichtiger Bestandteil jeder Großübung.

Abgerundet wurde der Abend durch ein gemeinsames Grillen, das bis spät in die Nacht dauerte. Bei kühlen Getränken und frisch Gegrilltem stand die Kameradschaft im Mittelpunkt. Auch hier zeigte sich: Feuerwehr bedeutet nicht nur Technik und Einsatz, sondern auch Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung.

Geselliger Ausklang und Einsatznachbesprechung.

Fazit des Abends: Die Gemeinschaftsübung war ein voller Erfolg. Sie bot den Kameradinnen und Kameraden aus Werne und Herbern nicht nur die Möglichkeit, ihre Einsatzbereitschaft unter realistischen Bedingungen zu erproben, sondern stärkte gleichzeitig das Miteinander. Beide Feuerwehren ziehen ein positives Resümee und freuen sich auf zukünftige gemeinsame Übungen und Einsätze.

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