Werne/Stockum/Horst. In den Gotteshäusern und Pfarrheimen der Pfarrei St. Christophorus werden die Heizungsthermostate herunter gedreht.
Auch auf das Anstrahlen der historischen Kirchengebäude wird mit Ausnahme von besonderen Volksfesten wie der Sim-Jü-Kirmes in diesem Herbst und Winter verzichtet. Mit dem Verzicht auf illuminierte Fassaden der Kirchen und kühle Temperaturen in den Gebäuden folge man den Vorgaben der Bundesregierung und des Bistums, schilderte Dechant Jürgen Schäfer.
Aus gebotenem Anlass ist Energiesparen angesagt, um die Kosten für Strom und Gas nicht aus dem Ruder laufen zulassen. Gas, Strom und Wasser kosten in der Pfarrei pro Jahr durchschnittlich 142.000 Euro, wobei der Wasserverbrauch anteilig naturgemäß kaum nennenswert sei, berichtete Schäfer. „Wenn das dreimal so viel werden soll, sind wir bei 426.000 Euro, das können wir nicht“, machte er klar.
Deshalb hat man sich nach Beratung in den kirchlichen Gremien entschieden, geeignete Maßnahmen umzusetzen. Demnach werden die Kirchen in St. Johannes, Maria Frieden und St. Sophia in Stockum bei 5 Grad frostfrei gehalten. Die Kapelle in Horst und die Kirche St. Christophorus werden auf 10 Grad geheizt. Dabei wird man immer auch die Luftfeuchtigkeit im Blick behalten, die maximal bei 70 Prozent liegen darf, um Schäden an Kunst, Instrumenten etc. zu vermeiden.
In dem gerade neu umgebauten Kirchenraum in St. Konrad seien hingegen keine zusätzlichen Maßnahmen nötig, so Schäfer. Mit Wärmepumpe, neuen Fenstern und anderen baulichen Vorkehrungen wurden hier ohnehin energetische Standards umgesetzt.
Ganz neu sind die niedrigen Temperaturen in den Gotteshäusern aber nicht. Auch wegen der Corona-Pandemie wurden 2021 die Heizungen bereits auf sechs Grad gedimmt, um das Aufwirbeln von warmer Luft zu vermeiden.
Sollte es im Winter bei deutlichen Minustemperaturen aber richtig kalt werden, werde der Gottesdienst ins Pfarrheim verlegt, hieß es ferner. Der Kirchenchor St. Sophia werde zudem in St. Konrad proben.