25 Jahre Priester aus Leidenschaft: Jürgen Schäfer feiert Jubiläum

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Werne. Mit großer Dankbarkeit, herzlicher Verbundenheit und spürbarer Freude feierte die katholische Kirchengemeinde St. Christophorus am Vorabend des Fronleichnamsfestes das 25. Priesterjubiläum von Pfarrdechant Jürgen Schäfer.

Die Pfarrkirche war festlich gefüllt mit Gemeindegliedern, Weggefährten, Freunden, Ordensbrüdern und Gästen, die gekommen waren, um einem Seelsorger zu danken, der seit einem Vierteljahrhundert Menschen auf ihrem Lebensweg begleitet, ermutigt und im Glauben stärkt.

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Schon die Vielfalt der Anwesenden machte deutlich, wie weit die Spuren reichen, die Jürgen Schäfer in seinem priesterlichen Dienst hinterlassen hat. Ordensbrüder und Weggefährten aus Afrika, Asien und Europa waren zugegen und verliehen dem Gottesdienst auch durch kulturspezifische Mitwirkung eine besondere internationale Atmosphäre.

„Wir sind eine bunte Gemeinschaft“, wurde von Schäfer betont, eine Gemeinschaft, die trotz aller Unterschiede durch den Glauben an Jesus Christus miteinander verbunden ist. Mit einem Augenzwinkern bemerkte der Jubilar angesichts der internationalen Gästeschar, man könne hier durchaus glaubwürdige „Heilige Drei Könige“ entdecken.

Dass ausgerechnet am Vorabend des Fronleichnamsfestes gefeiert wurde, verlieh dem Jubiläum eine besondere Tiefe. Fronleichnam erinnert an die bleibende Gegenwart Jesu Christi in der Eucharistie und damit an das Herzstück katholischen Glaubens. Genau darauf lenkte auch der Pfarrdechant selbst den Blick. Bescheiden stellte er nicht seine Person, sondern Gott in den Mittelpunkt: „Das habe ich nicht so gerne, im Mittelpunkt zu stehen.“ Viel wichtiger sei für ihn die Gewissheit: „Gott ist unter uns, und wir feiern heute mit ihm zusammen.“

Diese Haltung prägt seinen priesterlichen Dienst seit 25 Jahren. Wer Jürgen Schäfer kennt, weiß um seine Nähe zu den Menschen, seine offene Art und seine Fähigkeit zuzuhören. Ob in Gottesdiensten, bei Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen, Krankenbesuchen oder im persönlichen Gespräch; immer wieder gelingt es ihm, Menschen das Gefühl zu geben, gesehen und ernst genommen zu werden.

Musikalisch wurde die Feier auf besondere Weise getragen. Kantor Dr. Hans-Joachim Wensing ließ die Orgel in festlichem Glanz erklingen. Der Frauenchor am Kapuzinerkloster unter der Leitung von Dagmar Wensing sowie die „Haydn-Lerchen“ (Dagmar Wensing, Doris Bühler, Ursula Kirchhoff) bereicherten den Gottesdienst mit ihren Gesängen und sorgten für bewegende und zugleich beschwingte Momente, die die Freude des Tages mit Werken wie „Missa Sancto Leopoldi“ von Michael Haydn eindrucksvoll zum Ausdruck brachten.

Pfarrdechant Jürgen Schäfer war zu Gast im digitalen Café Future. Foto: Gaby Brüggemann
Pfarrdechant Jürgen Schäfer. Foto: Gaby Brüggemann

Ein Höhepunkt war die Laudatio von Pater Abraham Fischer OSB von den Benediktinern Meschede. Er verglich das silberne Priesterjubiläum mit den Eigenschaften des Edelmetalls. Silber sei wertvoll, beständig und zugleich bemerkenswert formbar. Es passe sich an, ohne seinen eigenen Charakter zu verlieren. Es reflektiere das Licht und lasse es heller erscheinen. Genau diese Eigenschaften spiegelten sich auch im priesterlichen Wirken des Jubilars wider. In 25 Jahren habe Schäfer immer wieder Menschen begleitet, Herausforderungen angenommen und dabei nie den Blick auf das Wesentliche verloren. Sein Dienst sei geprägt von Verlässlichkeit, Menschlichkeit und der Fähigkeit, Gottes Licht in den Alltag vieler Menschen hineinzutragen. “25 Jahre geteilten Lebens, geschenkte Zeit der Gnade Gottes und eine Menge geteilten Alltags“.

Im Weiteren griff der Laudator den Ehrentitel des Papstes auf: Pontifex Maximus – der große Brückenbauer. Kirche brauche Menschen, die Brücken errichten: zwischen Generationen, zwischen Kulturen, zwischen Kirche und Gesellschaft, vor allem aber zwischen Gott und den Herzen der Menschen. In diesem Sinne würdigte er Jürgen Schäfer als einen Priester, der in seinem Dienst immer wieder Brücken gebaut habe. Mit einem eindringlichen Satz wandte er sich schließlich direkt an den Jubilar: „Jürgen, wir sind nicht für uns selbst geweiht.“ Dieser Satz wurde zu einer Art Leitmotiv des Abends: als Erinnerung daran, dass priesterliche Berufung immer Dienst an Gott und den Menschen bedeutet.

Sichtlich bewegt dankte Pfarrdechant Schäfer allen, die ihn auf seinem Weg begleitet haben. Sein Dank galt insbesondere den Brüdern der Kapuziner, „auf die man immer bauen kann“, Pater Dominik auf Cappenberg, den Arnsteiner Patres (SSCC), den Schwestern vom Eucharistischen Herzen Jesu sowie vielen weiteren Weggefährten, Freunden und Unterstützern. Seine Worte machten deutlich, dass auch ein Priester nie allein unterwegs ist, sondern von einem Netzwerk des Glaubens und der Freundschaft getragen wird.

Nach dem festlichen Gottesdienst setzte sich die Feier auf dem Kirchplatz fort. Bei Begegnungen, Gesprächen und vielen persönlichen Glückwünschen wurde gelacht, erinnert und gemeinsam auf 25 Jahre priesterlichen Wirkens zurückgeblickt. Über allem lag eine spürbare Dankbarkeit- für einen Seelsorger, der seinen Dienst mit Herz, Glauben und großer menschlicher Wärme erfüllt.

So wurde dieses silberne Priesterjubiläum nicht nur zu einem persönlichen Fest für Jürgen Schäfer, sondern zu einem lebendigen Zeugnis dessen, was Kirche heutzutage sein kann: eine Gemeinschaft, die trägt, verbindet und Hoffnung schenkt. Oder, wie es an diesem Abend immer wieder spürbar wurde: eine Gemeinschaft von Menschen, die gemeinsam unterwegs sind und dabei auf Gott vertrauen.

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