Ein Leben für die Feuerwehr Lünen: Rainer Ashoff verabschiedet

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Lünen. Von 42 Jahren Lüner Feuerwehrgeschichte hat sich die Stadt Lünen  verabschiedet: Rainer Ashoff, Leiter der Feuerwehr, geht in den Ruhestand. 1978 war er mit 18 Jahren in die Freiwillige Feuerwehr eingetreten. 1980 ergriff er auch den Beruf des Feuerwehrmanns. Nach einer Karriere, in der er, wie er selbst sagte, „alle Verwendungen und Funktionen durchlaufen“ hat, war er 2015 als Nachfolger von Alfred Krömer Leiter der Feuerwehr Lünen geworden.

Die Laudatio zum Abschied hielt Bürgermeister und Feuerwehrdezernent Jürgen Kleine-Frauns: „Rainer Ashoff hinterlässt ein gut bestelltes Haus“, fasste er das Wirken des 60-jährigen Feuerwehrchefs zusammen. Er lobte Ashoff, der ein „guter Chef, ein angesehenes Mitglied unserer Stadtgesellschaft und ein verbindender Lüner Bürger“ sei, der sein Leben der Feuerwehr gewidmet habe. Kleine-Frauns übergab Ashoff auch die offizielle Entlassungsurkunde und wünschte ihm und seiner Familie viel Muße und Gesundheit im Ruhestand.

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Stefan Dörnbrack, Ashoffs Stellvertreter, schlug in die gleiche Kerbe und zollte seinem Chef großen Respekt „für das, was du in deiner langjährigen Laufbahn geleistet und bewegt und an Herzblut für die Bürger der Stadt Lünen und für die Kameraden der Feuerwehren in Stadt und Kreis gegeben hast.“ Ashoffs Erfahrung, Zuverlässigkeit und Menschlichkeit würden der Feuerwehrwelt fehlen, so Dörnbrack.

Lobende Worte für den Leiter der Feuerwehr fanden auch der Landtagsabgeordnete Rainer Schmeltzer, der stellvertretende Leiter des Ausschusses für Sicherheit und Ordnung, Rüdiger Billeb sowie der Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr, Rüdiger Huld.

Ashoff selbst blickte zurück, erzählte von seinen Anfängen bei der Feuerwehr und von prägenden Einsätzen. Einen Blick in die Zukunft warf er auch: Vor allem freue er sich darauf, mehr Zeit zu haben, wolle mehr Fahrrad fahren – und sich weiter ehrenamtlich engagieren, beispielsweise im Tierschutz.

Ein Höhepunkt des Abends war die Verleihung des Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuzes in Silber an Rainer Ashoff durch den stellvertretenden Kreisbrandmeister Jörg Sommer. Sommer betonte, dass dies nicht etwa eine Standardauszeichnung beim Eintritt in den Ruhestand sei: Das Ehrenkreuz wird vom Präsidenten des Deutschen Feuerwehrverbandes für hervorragende Leistungen im Feuerwehrwesen verliehen.

60 Gäste waren unter Corona-Bedingungen in der Fahrzeughalle des Feuerwehrgerätehauses Wethmar zusammengekommen, wo auch, wie Bürgermeister Kleine-Frauns betonte, die Wurzeln von Rainer Ashoff liegen. Die Gäste waren sich einig, dass eine solche Verabschiedung zu anderen Zeiten deutlich größer ausgefallen wäre. Viele von Ashoffs Feuerwehrkameraden, insbesondere aus den Löschzügen der Freiwilligen Feuerwehr, konnten unter diesen Bedingungen nicht teilnehmen. Einen letzten Abschiedsgruß ließen sie sich allerdings nicht nehmen: Am Ende des offiziellen Teils der Verabschiedung rückte unter Blaulicht eine Parade von Fahrzeugen aus allen Löschzügen an und umrundete das Feuerwehrgerätehaus zu Ehren des scheidenden Feuerwehrchefs.

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