Parken in Werne: Bleiben Automaten – trotz Apps und Spardruck?

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Werne. Braucht es noch Parkscheinautomaten, oder bietet sich hier Einsparpotenzial angesichts einer extrem angespannten Haushaltslage? Über diese Frage diskutierte der Ausschuss für Soziales, öffentliche Sicherheit und Ordnung in seiner Sitzung am vergangenen Donnerstag (19. Februar 2026).

Die Debatte hatte sich an einer Anfrage der FDP-Fraktion zum Budgetplan 2026 für den Bereich Öffentliche Ordnung entzündet. Die Liberalen hatten zu bedenken gegeben, ob angesichts der verbreiteten Nutzung von Park-Apps ein weniger dichtes Netz teurer Automaten ausreichend sei.

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Die Verwaltung hatte den Posten „Neubeschaffung Parkscheinautomaten“ für dieses Jahr mit 7.500 Euro angesetzt. Auf die Anfrage der FDP antwortete die neue Dezernentin für Ordnung und Soziales, Stefanie Benting: Der geplante Ansatz würden sich darauf beziehen, defekte Parkscheinautomaten zu ersetzen. „Da nicht alle Personen, vor allem ältere Mitbürger, mit der Handhabung einer App vertraut sind oder diese auch nicht nutzen wollen, werden weiterhin Parkscheinautomaten genutzt.“

Es sei seiner Fraktion bewusst, dass Park-Apps noch nicht von allen genutzt würden, sagte Artur Reichert von der FDP. „Aber unserer Meinung nach reicht ein Automat pro Parkfläche. Wir wollen doch alle Geld sparen.“ Es sei ja nur eine Frage der Zeit, bis alle verinnerlicht hätten, dass das Parken mit dem Handy einfacher zu regeln sei.

Kordula Mertens, die als bisherige Ordnungsdezernentin noch im Ausschuss saß, gab zu bedenken, dass die Einnahmen aus den Automaten noch sehr hoch seien. Die Anzahl von Automaten pro Parkfläche könne sicherlich geprüft werden. „Allerdings hatten wir am Hallenbadparkplatz drei Automaten aufgestellt und gehen trotzdem zwischendurch unter in der Kritik von Autofahrern, sie müssten so viel laufen.“

Eine berechtigte Anmerkung, wie Jörg Weber (CDU) meinte. „Und ich kann mich daran erinnern, dass es die FDP war, die in diesem Ausschuss für die Abschaffung von Parkgebühren überhaupt war.“ Dabei sei zu erkennen, welche Bedeutung diese Gebühren im städtischen Haushalt hätten. Im Budgetplan für 2026 standen Erträge von 411.500 Euro aus Benutzungsgebühren und ähnlichen Entgelten wie Parkscheinautomaten sowie aus Verwarn- und Bußgeldern im ruhenden Verkehr. Auf Anfrage von Weber will die Verwaltung aufschlüsseln, wie hoch der Anteil der Parkraumbewirtschaftung gegenüber den Bußgeldern sei.

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