Freitag, Mai 24, 2024

SK Werne II verliert Spitzenspiel gegen Caissa Hamm II

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Werne. Vor Wochenfrist empfing die zweite Mannschaft des SK Werne die Mannschaft der SG Caissa Hamm II zum letzten und entscheidenden Spiel in der Schach-Bezirksklasse.

Ursprünglich hätten alle Mannschaften der Liga gleichzeitig am selben Ort in Hamm spielen sollen. Aus organisatorischen Gründen wurde der Plan jedoch verworfen und der SK musste sich kurzfristig um die Ausrichtung des eigenen Kampfes kümmern.

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Dabei ging es spielerisch um Einiges: Im Spiel des Zweiten Werne gegen den Dritten Caissa wurde der zweite Aufsteiger in die Verbandsbezirksliga ermittelt. Die Mannschaft des Hammer SC als Tabellenführer stand vor diesem Spieltag schon als erster Aufsteiger fest.

Als Erster beendete Ludwig Zsok an Brett 6 seine Partie. Er hatte zwar einen Bauern weniger, konnte sich mit seinem Gegner aber in einer komplizierten Stellung auf Remis einigen.

Bei Hamed Ismailzade an Brett 1 lief es weniger gut. Auch er hatte eine komplizierte Stellung mit einem Bauern weniger. Der gegnerische Angriff war aber zu stark, Hamed musste aufgeben. Auch Moritz von Heusinger an Brett 7 hatte keinen Erfolg. In einer geschlossenen Stellung sah er die Möglichkeit eines Qualitätsgewinns. Dabei übersah er jedoch die Gegenchance des Gegners, einen Turm zu gewinnen. In der Summe hatte Moritz somit eine Figur weniger und musste aufgeben.
Der werner Fehlstart in den Mannschaftskampf wurde von Manfred Pälmke an Brett 2 komplettiert. Zu Beginn der Partie wurde ungewöhnlich viel Material getauscht und es entstand eine offene Stellung mit entgegengesetzten Rochaden. Dabei geriet Manfred derart unter Druck, dass es schon etwas Glück war, dass der Gegner kein Matt fand. Aber er fand eine Möglichkeit, Manfreds Dame zu gewinnen, womit die Partie entschieden war.

Damit lag der SK mit 0.5 : 3.5 zurück, es durfte keiner mehr verlieren. Bei Arno Frevert an Brett 5 waren früh die Damen getauscht worden. Der Gegner hatte sich einen kleinen Vorteil durch den Besitz des Läuferpaares gesichert. Im weiteren Partieverlauf entstand jedoch ein ausgeglichenes Endspiel, welches Remis endete.

Caissa Hamm führte somit 4:1 und konnte den Mannschaftskampf nicht mehr verlieren. Da Werne aber in der Tabelle einen Punkt vor Hamm lag hätte ein 4:4 immer noch für den Aufstieg gereicht. Die letzten drei Partien mussten gewonnen werden.

Den guten Anfang machte Fokke Bahlmann an Brett 8. Gegen seinen erst vierzehnjährigen Gegner kam die Abtauschvariante der französischen Verteidigung aufs Brett. Oft ein Garant für ruhiges und ausgeglichenes Spiel. Beide Spieler hatten sich viel Zeit gelassen und erst etwa halb so viele Züge gemacht wie die Spieler an den Nachbarbrettern. So fand Fokke gleich nachdem der Gegner rochiert hatte die Möglichkeit, durch einen Läuferabzug einen Bauern zu gewinnen. Danach fiel die gegnerische Stellung in wenigen Zügen auseinander und Fokke gewann die Partie. Es fehlten noch zwei Siege.

Bei Kalli Lüning an Brett 3 hatte es anfangs nicht gut ausgesehen. Gleich in der Eröffnung hatte er einen Bauern verloren. Da es sich dabei um einen wichtigen Zentrumsbauern gehandelt hatte war die Gegnerin aufgrund ihres starken Bauernzentrums im Vorteil. So war es nicht überraschend, dass Kalli beim Versuch eine Verteidigung zu finden deutlich mehr Zeit verbrauchte als die Spielerin aus Hamm. Dabei wurde die Stellung immer komplizierter und Kalli erarbeitete sich zumindest Gegenchancen.

Was dann passierte, wurde von den umstehenden Zuschauern als „wildes Geholze“ bezeichnet. Durch Drohungen und Gegendrohungen verschwanden in schneller Folge auf beiden Seiten Figuren vom Brett. Wer nur kurz am Nachbarbrett schaute hatte bei seiner Rückkehr plötzlich eine ganz andere Stellung vor sich. Zwischenzeitlich gewann Kalli einen Turm und stand damit klar auf Gewinn. Das währte allerdings nur wenige Züge. Schließlich hatte Kalli in einem Endspiel zwar eine Figur mehr, die Gegnerin dafür aber mehrere Bauern. In dieser nahezu ausgeglichenen Stellung ging es dann wieder ruhiger einige Züge weiter. Am Ende dann aber noch ein Knalleffekt: Kalli übersah ein einzügiges Matt und verlor. Damit war der Mannschaftskampf entschieden, SK Werne II hatte die Aufstiegschancen vergeben.

Nachzutragen bleibt das Spiel von Joseph Nadrowski an Brett 4. Er hatte schon recht früh in der Partie eine Figur gewonnen, der Gegner hatte dafür aber zwei Bauern erhalten. In dieser zwar vermutlich gewonnenen, aber auch schwer zu spielenden Stellung, ließ es Joseph langsam angehen. So hatte sich an den Materialverhältnissen noch nichts geändert, als am Nachbarbrett die Partie von Kalli Lüning beendet wurde. Bei der dort aufkommenden Unruhe griff Joseph fehl und machte einen schlechten Zug, nach welchem er vermutlich verloren hätte. Da es um nichts mehr ging – und alle nach Hause wollten – bot der Gegner netterweise Remis an, was Nadrowski sofort annahm.

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