Polizei-Einsatz bei Eintracht-Sieg – Spiel war lange unterbrochen

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Werne. Eintracht Werne hat das Auswärtsspiel beim Tabellenführer TSC Hamm verdient gewonnen. Überschattet wurde der Sieg durch eine Rudelbildung mit Zuschauern auf dem Rasen, die zu einem Polizei-Einsatz führte.

Kreisliga A1 (UN/HAM): TSC Hamm – Eintracht Werne 2:4 (0:3)

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Die Gäste waren gleich gut drin im Spiel, ohne jedoch Zählbares verbuchen zu können. Das änderte sich zwischen der 28. und 44. Minute. Zunächst schockte Firat Isikli die Platzherren mit dem 0:1. Santino Benning legte in der 38. Minute mit dem zweiten Eintracht-Treffer nach.

Es kam noch besser für die Kocabas-Elf. Enes Akyüz wurde im Strafraum gefoult, der Schiedsrichter zeigte auf dem Elfmeterpunkt. Auf der Gäste-Bank brach Jubel aus, daraufhin verloren einige Personen die Nerven.

„Dann sind Zuschauer auf das Feld gelaufen, es kam zu einer Rudelbildung“, schilderte Kocabas die Situation. Erst als die Polizei laut des Westfälischen Anzeigers, der auch über Schubsereien von Fans mit Spielern berichtete, mit drei Streifenwagen zum Platz kam, beruhigten sich die Gemüter langsam wieder. Die Partie war unterbrochen – nicht nur durch die vorgezogene Halbzeitpause. „Ich wollte nicht mehr weiterspielen, der TSC hätte ruhig die Punkte kriegen sollen. Das macht keinen Spaß. Ich habe mich nicht mehr sicher gefühlt“, so der Eintracht-Trainer weiter.

Aus TSC-Sicht hieß es: „Das Spiel wurde unterbrochen, weil ein Zuschauer von Werne auf das Spielfeld gerannt ist. Dieser wurde später auch von der Anlage verwiesen. Es war ein Vater von einem Eintracht-Spieler!“

Nach etwas mehr als einer halben Stunde verständigte sich der Schiedsrichter mit den beiden Kapitänen, die Begegnung weiterzuführen. „Ich war dagegen, wurde aber von der Mannschaft überstimmt. Sie wollte dem TSC nicht die Punkte schenken“, meinte Kocabas.

Es ging weiter mit dem Elfmeter, den Enes Akyüz nervenstark zum 0:3 verwandelte. Daraufhin folgte direkt die zweite Halbzeit.

„Es war dann ein Sommer-Kick. Beiden Seiten fehlte nach den Vorkommnissen noch die richtige Motivation“, sagte der Eintracht-Trainer. Ismail Uysal brachte den TSC Hamm heran (50.). Der eingewechselte Elias Mohamed erzielte dann den Anschlusstreffer (84.). Doch mit einem abermals verwandelten Strafstoß in der Nachspielzeit machte Enes Akyüz alles klar zum 4:2-Endstand aus Sicht der Gäste.

„Wir wussten, dass das Spiel wieder hitzig werden wird und wollten fußballerisch dagegen halten. Das ist uns auch gelungen. Wir hatten keinen Druck, konnten befreit aufspielen. Mit dem Ergebnis kurz vor der Pause ist der TSC Hamm nicht klar gekommen. Aber ehrlich: Das ist unser Hobby. Ich kann mich nicht richtig über den Sieg freuen“, so Aykut Kocabas abschließend.

Eintracht Werne setzt auch in der neuen Saison auf den Trainer

Im Vorfeld der Partie wurde bekannt, dass Coach Aykut Kocabas und sein spielender Co-Trainer Enes Akyüz auch in der Saison 2024/25 bei Eintracht Werne bleiben. Kocabas bestätigte die Übereinkunft. „Ja, wir waren uns geeignet. In der nächsten Saison wollen wir dann um den Titel mitspielen.“

Aktuell steht Eintracht Werne in der Kreisliga A1 auf dem dritten Tabellenplatz, drei Punkte hinter dem TSC Hamm. Allerdings haben die Evenkämper zwei Spiele mehr absolviert als der Spitzenreiter.

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