WSC-Fußball spricht von „unschönen Aktionen“, will aber gemeinsame Lösung

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Werne. Einige Stunden nach dem „größten Pflichtspiel in der Vereinsgeschichte“ gegen den SC Verl im Westfalenpokal (0:5) nimmt Dirk Abdinghoff, Vorsitzender WSC-Fußballabteilung, Stellung zum drohenden Vereinsausschlussverfahren gegen ihn sowie seine Mitstreiter Michael Preik und Thomas „Stan“ Overmann (wir berichteten).

„Das Spiel gestern war eine großartige Werbung für Werne und den gesamten Sportverein Werner SC 2000 e.V. Was viele nicht wissen ist: Wir haben uns nur durch die souveräne Meisterschaft in der letzten Saison und natürlich durch den Sieg in der ersten Runde qualifiziert. Wir hoffen inständig, dass das nicht das letzte hochklassige Spiel vor einer solchen Kulisse der ersten Mannschaft war“, blickt Dirk Abdinghoff im Gespräch zunächst auf das „Highlight-Spiel“ in der 2. Runde des Westfalenpokals zurück.

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Zum „vermutlichen Vereinsausschlussbverfahren wegen vereinsschädigendem Verhalten“ könne er Stand heute (Donnerstag, 12. September) noch gar nichts sagen. Dem Trio aus der Senioren-Fußballabteilung sei noch kein Brief mit der Begründung zugestellt worden.

Für Abdinghoff kam die Information, dass ein Antrag zum Vereinsausschluss vorliegen würde, nach eigenem Angaben zu einem überraschenden Zeitpunkt. „Wir hatten ja ein Schlichtungsgespräch mit der Spitze des Stadtsportverbandes (SSV). Es wurden erste vertrauensbildende Maßnahmen umgesetzt“, so der WSC-Fußballchef. Einen Tag später sei Fußball-Geschäftsführer Michael Preik, gleichzeitig Mitglied im Hauptvorstand, über den drastischen Schritt in Kenntnis gesetzt worden.

Für ihn und seine Mitstreiter stellen sich nun zwei zentrale Fragen, wie er betont. „Wer wirft uns was als vereinsschädigendes Verhalten vor? Ist die Schlichtung hiermit beendet?“, so Abdinghoff. Der Fußballvorstand sei sehr an einer fairen und transparenten Lösung gemeinsam mit dem SSV interessiert.

So seien Bestrebungen, die der Fußball-Vorstand anstoßen wollte, um eine Abspaltung oder Fusion zu erörtern, vom Tisch. „Wir haben keine Gespräche in dieser Hinsicht geführt und werden auch keine führen“, macht Dirk Abdinghoff klar. Die Pressemitteilung vom 18. August 2024, als die WSC-Fußballer „willkürliche Kürzungen“ durch den Hauptvorstand beklagten, sei als Not- bzw. Weckruf zu verstehen gewesen, um kurz- und mittelfristig einen geregelten Spielbetrieb gewährleisten zu können.

Dirk Abdinghoff stellt sich nun die Frage, wie es weitergehen soll. Er spricht von „unschönen Aktionen“ durch den Hauptvorstand. So seien E-Mail-Konten gesperrt, der Fußball-Vorstand zum Rücktritt aufgefordert und die Mannschaften in der Kabine aufgesucht worden. „Wir sind seit Wochen im administrativen Bereich handlungsunfähig“ sagt der Diplom-Ingenieur.

„Größte Sorge bereitet uns die Verunsicherung bei Spielern, Sponsoren und Unterstützern, die maßgeblich in den letzten Jahren den Hauptanteil für den sportlichen Erfolg der Fußballer haben. Der enorme Zuspruch für unsere Arbeit und die Unterstützung vieler Fußballinteressierten gerade in den letzten Tagen ist jedoch überwältigend“, stellt der Fußball-Vorsitzender der Blau-Roten klar.

Zu Details, inwiefern der Hauptvorstand dem WSC-Fußball die finanzielle Unterstützung verweigert bzw. gekürzt hat, wollte er sich nicht äußern. „Das sind konkrete Vorwürfe, die nicht in die Öffentlichkeit gehören. Wir sind weiter an einer gemeinsamen Lösung des Konflikts interessiert“, so Dirk Abdinghoff abschließend.

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