SV Stockum am Tiefpunkt: Spieler desolat – Trainer sprachlos

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Stockum. Im „Keller-Duell“ Schlusslicht gegen Vorletzter sollte eigentlich der Knoten beim SV Stockum platzen. Stattdessen kassierten die Grün-Weißen ein 0:11-Debakel und sind nun saisonübergreifend seit dem 16. Februar 2025 (3:2 gegen SG Bockum-Hövel III) sieglos.

Kreisliga B1 (UN/HAM): SV Stockum – TuS Uentrop II 0:11 (0:2)

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Coach Yassine Najih saß nach dem Schlusspfiff minutenlang maßlos enttäuscht auf der Auswechselbank. „Der Trainer will heute nichts sagen“, stand der Sportliche Leiter Thorsten Paschen schließlich Rede und Antwort: „Die Mannschaft hat sich aufgegeben, nur noch Standfußball gespielt. Mit tun die fünf, sechs Leute leid, die wollen.“

Wieder einmal liefen die Stockumer einem frühen Rückstand hinterher (11.), hatten dann aber durch einen Schuss von Paul Arnts eine gute Chance zum Ausgleich. Mit der letzten Aktion in der ersten Halbzeit ging es wieder zu schnell für die Platzherren, die schon im Mittelfeld keinen Zweikampf führten, so dass Uentrop zum 0:2 (45.) vollendete.

Paul Arnts (links) war einer der wenigen Lichtblicke im Team des desolaten SV Stockum.

Nach dem Seitenwechsel war den Grün-Weißen anfangs das Bemühen anzumerken, doch Chancen zum Anschlusstor gab es schlichtweg nicht. Dafür aber eine Fast-Schlägerei auf dem Platz. Der Schiedsrichter trennte die Teams und sprach anschließend mit beiden Parteien getrennt und deeskalisierte so die Situation ohne Rote Karten. Vorbildlich.

In der 70. Minute erhöhten die Gäste per Kopfball auf 0:3. Danach brachen bei der Najih-Elf alle Dämme. Acht (!) Gegentore musste Torwart Tommy Wieben, dem keine Schuld traf, noch hinnehmen, weil die meisten seiner Vorderleute die „Arbeit“ eingestellt hatten.

Neun Spiele, ein Remis und acht Niederlagen bei einer Tordifferenz von 2:55, so lautet die ernüchternde Bilanz der Stockumer, die nach dem Umbruch im Sommer eigentlich hoffnungsvoll in die Zukunft geschaut haben. „Auch wenn wir nicht absteigen können, doch so können wir es nicht die ganze Saison laufen lassen. Wir müssen im Winter was tun“, meinte Thorsten Paschen mit Blick auf Verstärkungen.

Am kommenden Sonntag, 19. Oktober, gastiert der SVS bei der TVG Flierich-Lenningsen. Anstoß ist um 15 Uhr.

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