Werne/Hamm. Die Autobahn Westfalen ersetzt die A1-Brücke über die Nordlippestraße (L518) in der Anschlussstelle Hamm-Bockum/Werne durch einen Neubau. In Fahrtrichtung Köln fließt der Verkehr bereits über die neue Brücke, jetzt steht auch das zweite Teilbauwerk in Fahrtrichtung Bremen.
Die beiden Richtungsfahrbahnen der Autobahn liegen hier auf zwei voneinander getrennten Brückenbauwerken. Nachdem das erste bereits wieder unter Verkehr ist, wurde im vergangenen Juli die zweite Brücke mit der Richtungsfahrbahn Bremen abgebrochen.
In den vergangenen Monaten wurden die Unterbauten fertiggestellt, sodass am vergangenen Wochenende (19./20.09.2026) der Überbau aufgelegt werden konnte. Dafür wurden Fertigteile angeliefert und einzeln verlegt.
Mangels Montageplatz diesseits der Autobahn war es nicht möglich, den Überbau wie in der Gegenrichtung, im Ganzen an seine finale Position zu fahren. Neun Längsträger für den Brückenüberbau wurden angeliefert: Jeder davon etwa 25 Meter lang, 2,35 Meter breit und ca. 55 Tonnen schwer. „Wir haben die Teile mit einem Mobilkran verlegt, der dafür mehrfach umgesetzt werden musste“, erklärt Projektleiterin Manuela Poschau (Autobahn Westfalen).
Für die abschließende Fertigstellung der Brücke wird auf den verlegten Fertigteilträger noch eine Betonschicht vor Ort aufgebracht und die Fahrbahn sowie die Ausstattung der Brücke und der Strecke hergestellt.
Die A1-Brücke wird durch einen Neubau ersetzt, weil sie den zunehmenden Verkehrsbelastungen nicht mehr dauerhaft standhalten kann. Gleichzeitig wird sie den veränderten Gegebenheiten durch eine Verbreiterung angepasst.
Für die Arbeiten hatte die Autobahn Westfalen die Nordlippestraße (L518) von Freitagabend (18.09.2026) ab 20 Uhr gesperrt, der Verkehr auf der A1 konnte währenddessen auf dem bereits fertiggestellten neuen Brückenteil weiterfließen. Geplant war die Sperrung bis zum Montagmorgen, der Verkehr konnte aber bereits ab 18 Uhr am Sonntagabend wieder fließen.
Eine letzte Wochenend-Sperrung für die Sanierung der Nordlippestraße steht noch an. Die konkreten Zeiten und Einschränkungen werden rechtzeitig bekanntgegeben.




















