WSC vor neuen Herausforderungen – fünfmal in Folge auswärts

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Werne. Der Werner SC, bei vier Remis als einziger Verein sieglos, musste am zehnten Spieltag der Fußball-Landesliga (4) tatenlos zuschauen, wie die Konkurrenten aus dem Keller spielten – und teilweise punkteten.

Nicht nur die Tabellensituation stellt das Team von Pascal Harder vor weitere Herausforderungen, sondern auch die anstehende Erneuerung des Kunstrasens im Lindert ab Anfang November.

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Zwar blieb der WSC, der in der 17er Liga turnusgemäß spielfrei hatte, auf Rang 15. Weil aber mit Münster 08 (4:1 in Stadtlohn) und Ibbenbüren (2:2 gegen Borussia Emsdetten) zwei Tabellennachbarn punkteten, wuchs der Rückstand zum VfL Senden, der als 13. den ersten Nichtabstiegsplatz belegt, um einen auf vier Punkte an.

Trainer Pascal Harder gibt seinem kanadischen Stürmer Xavier Enakimio taktische Anweisungen. Foto: Rainer Gudra
Trainer Pascal Harder gibt seinem kanadischen Stürmer Xavier Enakimio taktische Anweisungen. Foto: Rainer Gudra

„Darauf, dass das passieren wird, waren wir ja vorbereitet. Die Situation ist nicht so geil, aber wir können alles noch selbst regeln“, meint der Werner Trainer, und macht Hoffnung: „Daran, dass Münster jetzt zweimal in Folge gewonnen hat, sieht man, wie eng es ist. Drei, vier Plätze nach oben, das geht dann ganz schnell. Man sollte das daher nicht so dramatisch sehen, wie der eine oder andere das macht – aber bitte auch nicht zu lässig.“

Um die Lage zu entschärfen, wäre im Heimspiel am kommenden Sonntag, 18. Oktober, gegen den SuS Stadtlohn (15 Uhr, Lindert) der erste Dreier der Saison eminent wichtig. Denn in der Folge muss der WSC wegen der Arbeiten am neuen Kunstgrün fünf Ligaspiele auswärts austragen: am 23. Oktober (Freitag) in Gemen, dann im November bei Emsdetten 05 (8., Heimrecht getauscht), in Deuten (15.) und Lembeck (29., Heimrecht getauscht) sowie am 6. Dezember in Ibbenbüren. Das erste Heimspiel auf dem neuen Geläuf ist für Sonntag, 13. Dezember, gegen den ASK Ahlen angesetzt. Am 1. (Allerheiligen) sowie am 22. November (Totensonntag) ist generell spielfrei.

„Ja, das sind jetzt fünf Fahrten am Stück. Es ist, wie es ist“, sagt Harder, sein Co-Trainer Justin Hermeier sieht darin vielleicht sogar einen Vorteil, „wenn du dadurch in der entscheidenden Phase der Rückrunde ein paar Heimspiele mehr hast“. Alles in allem sind nicht nur die beiden froh, „dass der alte Platz jetzt wegkommt und wir dann einen vernünftigen haben.“ Auch sein Team habe unter den Platzverhältnissen gelitten, sagt Harder: „Viele sagen, dass wir auf dem Belag Vorteile hatten. Aber auch wir konnten unter den Bedingungen fußballerisch nie 100 Prozent liefern.“ Er ist sich sicher: „Weil der neue Platz besser sein wird als der alte, und in unserer Truppe fußballerisch einiges drin ist, wird es für unsere Gegner auch nicht leichter als jetzt.“

Dies bewiesen die Werner gerade erst im Kreispokal-Achtelfinale beim ambitionierten Bezirksligisten DJK Wacker Mecklenbeck, denn „da haben wir auf einem guten Kunstrasen von hinten über sechs, sieben Stationen gut kombiniert, schnell gespielt, die Seiten gut verlagert“ (Harder). Der Lohn war ein standesgemäßer 6:2 (3:0)-Erfolg durch Tore von Jonas Hahn (2.), Henrik Warnecke (14., 22.), Luis Dombrowski (60.), Tom Kleimann (71.) sowie Mika Lahrmann (86., Eigentor).

In der Runde der letzten acht Mannschaften treffen die Werner auf den Oberligisten Westfalia Kinderhaus, der sich mit 1:0 beim Ligakonkurrenten TuS Hiltrup durchgesetzt hat. Ob es zu einer weiteren Pokal-Überraschung reichen wird, wie es sie 2024 und 2025 gegen Rhynern, Nordkirchen und auch Kinderhaus schon gegeben hat, ist für Harder „in Anbetracht der Tabellensituation in der Liga zweitrangig. Ich möchte, dass wir ein ordentliches Spiel abliefern und Gas geben, aber sonntags ist mir wichtiger.“

Ob die Partie, wie angesetzt, am Donnerstag, 29. Oktober, im Lindert ausgetragen wird, ist offen. Der Austausch der Spielfläche soll zwischen der 44. (ab dem 26. Oktober) und 48. Kalenderwoche erfolgen, möglicherweise wird der Platz aber früher aus dem Betrieb genommen. „Wir haben Kinderhaus angeschrieben. Wir würden die Partie gerne auf den Freitag vor dem spielfreien Totensonntag nach hinten schieben“, berichtet Justin Hermeier. Das wäre der 20. November, gespielt würde dann im Sportzentrum Dahl.

Im Sportzentrum Dahl werden die Mannschaften des Werner SC während der Erneuerung des Kunstrasens im Lindert trainieren. Die Gespräche mit Eintracht Werne seien „hervorraend“ gewesen, so WSC-Coach Pascal Harder.

Die Eintracht, die dort Gastgeber ist, sei da sehr kooperativ, sagt Harders Co-Trainer, vor allem auch, wenn es um die Auslagerung aller WSC-Mannschaften inklusive Junioren während der Lindert-Schließung gehe: „Die Gespräche waren hervorragend. Wir haben uns mit allen zusammengesetzt und gesehen, dass alle Wünsche irgendwie realisierbar sind.“ Auch Stockum sei mit einbezogen, aber „wir müssen das alles final noch mit der Stadt absprechen und auch wegen der Spielansetzungen mit den jeweiligen Staffelleitern“, berichtet Fußball-Geschäftsführer Marc Dittloff. Das Landesliga-Team kann, Stand jetzt, wie gewohnt dienstags, donnerstags und freitags trainieren – dies allerdings später als gewohnt ab 20 Uhr.

Zunächst aber richtet sich der Blick auf das vorerst letzte Heimspiel am Sonntag gegen den Tabellenelften aus Stadtlohn. Zwar fehlt der in der Liga gesperrte Top-Torjäger Luis Dombrowski, und auch Tim Abdinghoff wird nach seiner Bänderverletzung noch „zwei bis drei Wochen brauchen, aber ich plane mit Jonas Woitaschek und Leon Becker“, wie Harder sagt. Fraglich ist Angreifer Xavier Enakimio, der im Pokal wegen seiner Adduktorenprobleme geschont worden ist.

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