TV-Handballer: „Alles gegeben, und doch verloren“

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Werne. Es ist eine dieser bitteren Stunden im Sport, in denen Einsatz, Leidenschaft und Kampfgeist nicht belohnt werden. Die Handballer des TV Werne mussten beim RSV Altenbögge-Bönen 2 eine 24:25 (12:12)-Niederlage hinnehmen. Das Ergebnis hätte nach dem Spielverlauf kaum knapper ausfallen können.

„Es gibt solche Tage, da hast du einfach kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu“, sagte TVW-Trainer Wolfgang Meier mit einem Anflug von Galgenhumor. An der Leistung seiner Mannschaft wollte er nichts kritisieren. „Wir haben ordentlich gespielt, wir haben nur einfach keine Tore geworfen.“ Zu oft sah Meier von der Seitenlinie, wie verheißungsvolle Würfe an Pfosten oder Latte prallten oder vom gut aufgelegten RSV-Keeper entschärft wurden.

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Von Beginn an entwickelte sich ein intensives, kämpferisches Match, in dem sich keine der beiden Mannschaften absetzen konnte. Tobias Schüttpelz brachte Werne nach zwei Minuten mit 1:0 in Führung. Danach wechselte das Momentum ständig. Die Werner erspielten sich zahlreiche klare Chancen, doch der Ertrag blieb überschaubar. Zur Pause stand ein für die Gastgeber schmeichelhaftes 12:12 an der Anzeigetafel.

Auch im zweiten Durchgang blieb das Spiel Nervensache. Sechs Minuten vor dem Ende erzielte Thorben Strunck die 24:23-Führung für den TVW. Die Hoffnung auf den Auswärtssieg war greifbar. Doch Altenbögge nutzte zwei Unaufmerksamkeiten und drehte das Match zum 25:24. Ein vergebener Siebenmeter der Gastgeber ließ Werne in der Schlussminute noch einmal aufatmen.

Tobias Schüttpelz vergab in der Schlusssekunde per Siebenmeter die große Chance zum 25:25-Ausgleich.  Archivfoto: MSW
Tobias Schüttpelz vergab in der Schlusssekunde per Siebenmeter die große Chance zum 25:25-Ausgleich. Archivfoto: MSW

Dann wurde es dramatisch: 15 Sekunden vor Schluss gab Meier in einer Auszeit letzte Anweisungen. Fünf Sekunden vor dem Ende wurde Schüttpelz hart im Gesicht getroffen – Disqualifikation für Altenbögge, Siebenmeter für Werne. Schüttpelz, sonst ein sicherer Schütze, trat an. Doch an diesem gebrauchten Abend landete dieser Wurf in den Händen des RSV-Keepers. „Eigentlich hat der Junge keine Probleme vom Punkt“, sagte Meier, „aber an so einem Tag geht eben alles schief.“

Trotz aller Enttäuschung richtet sich der Blick nun nach vorn. Schon am Freitag, 5. Dezember, steht das nächste schwere Auswärtsspiel beim TV Soest auf dem Programm. Meier weiß um die Qualität des jungen Gegners – und vertraut dennoch seiner Mannschaft: „Wenn wir das aufs Parkett bringen, was wir können, haben wir eine gute Chance in Soest.“

TV Werne: Martin Wulfert, Nils Harhoff – Tobias Schüttpelz (9), Jan Berger (1), David Leidecker, Dominik Meinke (1), Tobias Jäger (4), Jan Drees (3), Noah Junglass (1), Thorben Strunck (4), Jan Behler, Tobias Brochtrop (1)

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