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Werne. Ein Hausbrand schreckte am Sonntagabend (11.08.2024) um 20.52 Uhr den Löschzug 1 Stadtmitte sowie die Löschgruppe 4 aus Holthausen der Freiwilligen Feuerwehr Werne auf. Alarmiert wurde in die Pagensstraße.

Der zuerst eintreffende Einsatzleiter erkundete die Lage und vergewisserte sich, dass keine Personen mehr im verrauchten Gebäude waren. Aufgrund der hohen Brandtemperaturen im Keller zersplitterte die Scheibe eines Kellerfensters und schwarzer Rauch und Flammen schlugen heraus. Durch offene Türen verteilte sich Brandrauch aus dem Kellerbereich durch das Treppenhaus in den Wohnraum.

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Mehrere Trupps von nachrückenden Fahrzeugen verlegten rund 400 Meter Schlauchleitungen von einem Unterflurhydranten an den Tennisanlagen bis zum Einsatzort. Die Drehleiter stellte eine sogenannte Anleiterbereitschaft her. Erste Löschmaßnahmen von Innen mussten aufgrund der extremen Temperaturen abgebrochen werden. Parallel wurde von außen durch das zerbrochene Fenster ein Löschangriff vorgenommen der schnell die Temperaturen reduzierte und einen Innenangriff ermöglichte.

Der Kellerbrand wurde vermutlich durch einen Trocknerdefekt ausgelöst.

Aufgrund des absehbaren hohen Bedarfes an Atemschutzgeräteträgern wurde um 21.08 Uhr Vollalarm für die gesamte Feuerwehr Werne ausgelöst. Daraufhin setzten sich Kräfte vom Löschzug 3 aus Stockum sowie Kräfte der Löschgruppe 2 aus Langern in Richtung Pagenstraße in Bewegung.

Kurz nach dem erfolgten Außenangriff durch das Kellerfenster ging erneut der Trupp unter atemluftunabhängigem Atemschutz mit einem Hohlstrahlrohr in den Innenangriff in den Keller vor. Das Feuer war binnen kurzer Zeit gelöscht. Unter Zuhilfenahme der Wärmebildkamera konnten letzte erhitzte Stellen gekühlt und Glutnester gelöscht werden.

Auch die Drehleiter wurde zum Einsatzort gebracht.

Paralleleinsatz im Seniorenzentrum fordert die Wehr

Parallel zum laufenden Einsatz wurde dem Einsatzleitwagen in einem Aufzug feststeckende Personen in einem Altenheim an der Lünener Straße gemeldet. Kurzerhand wurde die Löschgruppe aus Langern zu diesem neuen Einsatzort umdisponiert. Außerdem wurden für weitere mögliche Folgeeinsätze die Innenstadtwache besetzt.

In der Pagenstraße hingegen richteten die Einsatzkräfte einen Hygieneplatz ein, um die kontaminierten Einsatzkräfte und deren Ausrüstung zu säubern. Das Haus wurde aufgrund des Brandschadens im Keller und beschädigter Stromleitungen im Brandraum über den Hauptsicherungskasten durch den Energieversorger stromlos geschaltet. Ebenfalls wurde eine Photovoltaikanlage außer Betrieb genommen.

Die Einsatzkräfte richteten einen Hygieneplatz ein, um die kontaminierten Einsatzkräfte und deren Ausrüstung zu säubern.

Im Anschluss wurden Abluftöffnungen in der verrauchten Wohnung und im Keller geschaffen und mit dem Hochleistungslüfter eine Überdruckbelüftung durchgeführt. Nachdem die Wohnung rauchfrei war, konnte gegen 23.45 Uhr Einsatzende gemeldet werden sowie das Haus zur Brandursachenermittlung an die Polizei übergeben werden. Die Pagensstraße war während der Löscharbeiten komplett gesperrt.

Es waren 70 freiwillige Kräfte der Feuerwehr mit zehn Fahrzeugen im Einsatz. Ebenso beteiligt waren der Rettungsdienst und Notarzt aus Werne sowie die Polizei.

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