Werne. Im Rahmen des 50jährigen Bestehens des Fördervereins der Bücherei Werne fand am vergangenen Mittwoch im Wohnzimmer der Bücherei ein Moritaten- und Balladenabend statt.
Georg Fedeler trug morbide und skurrile Texte in der alten Tradition der Moritaten vor. So erfuhr man wie ein Schneider, der einen Knopf mit wollenem Faden statt mit Zwirn angenäht hatte, dafür verantwortlich war, dass zwei sich liebende Menschen ertranken, warum grüne Kleider lebensgefährlich sind, etwas über die sauerländische Bestattungskultur – mit Takten durch eine alte Kaffeemühle unterlegt – und wie es zum Tod zweier Menschen durch einen angespitzten Bleistift Nr. 7 kam. Auf einem alten Waschbrett zelebrierte Fedeler dann den „Friseusen-Ehe-Blues“.
Alles wurde mit viel Humor, wenn auch mit rabenschwarzem, zur Belustigung der Zuschauer/innen dargeboten. Die Ballade von einer Frau, die sich zwischen zwei Männern entscheiden musste, war da eher wirklichkeitsnah und hat das Publikum zu Zwischenrufen animieren können.
Bis zur Pause sollten die Zuschauer notieren, wie viele Tote es in den Moritaten gegeben hatte. Aus allen Notizzetteln wurde ein Gewinner gezogen, der einen kleinen Preis durch den Künstler erhielt.
„Ein ungewöhnlicher und amüsanter Abend, den Georg Fedeler da gestaltet hat“, lautete das Fazit der Veranstaltung.

















