Unfall gebaut, Verletzte geküsst und dann abgehauen

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Werne (ots) – In kurzer Zeit wurde die Freiwillige Feuerwehr Werne am gestrigen
Freitagabend zu zwei Verkehrsunfällen alarmiert.

Um 20.09 Uhr wurde der Löschzug Mitte zunächst in die Lippestraße gerufen. Nach einem Alleinunfall sollten hier auslaufende Medien aufzunehmen sein. Vor Ort stellte sich die Situation in Höhe der Georgsmarienstraße so dar, dass ein Pkw-Fahrer aus unbekannten Gründen die Kontrolle über seinen VW Caddy verloren hatte. Mit offensichtlich hoher Geschwindigkeit hatte er einen parkenden PKW Ford Fiesta gerammt, der rund 50 Meter weiter auf der gegenüberliegenden Straßenseite zum Stehen kam.

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Obwohl der Verursacher nach seinen Aussagen und nach der Sichtung durch den Rettungsdienst Werne nicht verletzt war, war er sichtlich mitgenommen. Sein Fahrzeug wurde erst von einer Hauswand und Treppenstufen ausgebremst. „Auch der Eigentümer des Ford Fiesta war sichtlich konsterniert, da er das Fahrzeug am selben Tag erst bei einem Werner Händler erworben hatte“, berichtete Löschzugführer Dr. Bodo Bernsdorf. Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle, sperrte die Lippestraße und streute die auslaufenden Medien ab. Nach rund 45 Minuten konnte die Einsatzstelle an die Polizei übergeben werden.

Unfallflucht auf der Lünener Straße

Kurz darauf kam es zu einer weiteren Alarmierung mit dem Stichwort „Technische Hilfe“. Eine 56-jährige Dortmunderin stand mit ihrem Dacia an der Lünener Straße / Berliner Straße an der Rotlicht zeigenden Ampel. Als diese auf Grün wechselte, fuhr sie in den Kreuzungsbereich ein und kollidierte dort mit einem PKW, ebenfalls der Marke Dacia, der von rechts aus der Berliner Straße kam.

„Während die Dortmunderin die Unfallstelle mit einem Warndreieck absicherte schob der Fahrer des anderen Fahrzeugs das Auto von der Fahrbahn. Dann ist er auf die Frau zugegangen, hat sich bei ihr entschuldigt und sie auf den Arm, der bei der Kollision verletzt wurde, geküsst. Danach ließ er nicht nur die Dortmunderin an der Unfallstelle zurück sondern auch sein Fahrzeug“, schilderte die Polizei in ihrem Einsatzbericht. Die Ermittlungen bezüglich des flüchtigen Fahrzeugführers dauern an. Sein Fahrzeug wurde abgeschleppt. Die PKW-Führerin wurde bei dem Unfall verletzt. Die Feuerwehr streute ausgelaufenes Benzin und Öl ab. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf rund 10.000 Euro.

Em Einsatz waren in beiden Fällen vier Fahrzeuge der Feuerwehr mit 16 Einsatzkräften, der Rettungsdienst Werne und die Polizei.

Einsatzfahrt nach Rünthe abgebrochen

Um 23.17 Uhr erfolgte dann die Alarmierung der Drehleitergruppe. In Bergkamen-Rünthe hatte ein Heimrauchmelder ausgelöst. Standardmäßig wird die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Werne dazu alarmiert. Nur am gestrigen Abend war das wenig sinnvoll, da die Lippebrücke gesperrt war und ein Einfahren in den Ortsteil Rünthe nur mit erheblicher Verspätung über die Autobahn hätte erfolgen müssen. Folgerichtig war die Alarm- und Ausrückeordnung auch geändert worden, so dass der Gelenkmast aus Oberaden eigentlich den Einsatz des Hubrettungsfahrzeugs übernehmen sollte. Kaum ausgerückt fiel das dem Disponenten der Leitstelle auch auf und er brach die Einsatzfahrt der Werner Drehleiter ab. Kaum zehn Minuten später konnten die alarmierten Einsatzkräfte dann wieder den Freitagabend genießen.

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