In Corona-Zeiten entdeckt der Nachwuchs den Golfsport für sich

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Werne. Seit einer guten Woche wird auf dem Golfplatz in Werne wieder gespielt. Landesweit verbucht der Sport steigende Mitgliederzahlen, dies ist ebenso in der Lippestadt der Fall. „Das Bild vom Golfen, das sich lange in der Öffentlichkeit gehalten hat, verändert sich – und das ist gut so“, sagt Golfplatzbetreiberin Ute Schulze Kersting.

Rund fünf Kilometer legen die Golfspieler auf der 15-Loch-Anlage in rund zwei Stunden zurück. Die 440 Mitglieder kommen aus Lünen, Selm, Unna, Kamen und Bergkamen. Rund ein Viertel stammen direkt aus Werne. Während andere Vereine im zurückliegenden Jahr Mitglieder verloren haben, hat die Golfplatz Werne an der Lippe GmbH sogar etliche Neuaufnahmen verzeichnet.

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„Wir haben eine ganze Reihe an Neuschülern, die jetzt – unterstützt von unseren Trainern – das Golfspielen erlernen wollen“, erklärt Betreiberin Ute Schulze Kersting. Schon im Dezember habe es vor dem mittlerweile wieder aufgehobenen Golf-Lockdown viele Neuzugänge gegeben, die ihre Platzreife erlangen wollten.

„Viele Leute konnten im vergangenen Jahr nicht wie gewünscht verreisen und auch die kurzen Trips über das Wochenende sind für viele ausgefallen. Golf konnte dagegen bis Mitte Dezember beständig gespielt werden und nicht wenige empfinden das Spiel an frischer Luft in schöner und gepflegter Umgebung wie einen Tag Urlaub“, sagt Ute Schulze Kersting. Ein weiteres Argument für viele Neueinsteiger sei zudem die Tatsache, dass die Anlage ohne eine weite Anreise zu erreichen ist.  

Golf ist kein elitärer Sport mehr

Zudem habe sich die Wahrnehmung des Sports schon in den Vorjahren, ganz besonders aber 2020 aus Sicht vieler Interessenten verändert. „Immer mehr Menschen erkennen, dass Golf kein elitärer Sport für reiche, versnobte und ältere Leute ist. Das ist bei uns sehr deutlich geworden, weil wir einen guten Zulauf von jungen Menschen haben, die Spaß an dem Sport gefunden haben“, berichtet Ute Schulze Kersting. Ganz nebenbei, so die Golfplatzbetreiberin, hätten erschwinglichere Mitgliedsbeiträge vieler Vereine und leicht über das Internet zu bekommende gebrauchte Schläger zu einem weiteren Popularitätsschub für den Sport geführt.

Manch einer der Neustarter habe mittlerweile jedoch auch festgestellt, dass Golf gar nicht so einfach sei, wie es aussehe. „Da müssen viele neue Bewegungen gelernt und ein paar Kilometer gelaufen werden. Zudem muss man muss sich schon auf das konzentrieren, was man da macht“, erklärt Ute Schulze Kersting. Übung macht also auch beim Golf den Meister – und ist dank der aktualisierten Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen wieder möglich. 

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