Neubauprojekte Südring, Alte Post und Ovelgönne mit Fortschritten

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Werne. Fortschritte für drei Wohnbau-Projekte in Werne: Zwischen Südring und der Straße „An den 12 Bäumen“, auf dem Gelände der ehemaligen Post sowie an Ovelgönne und Overbergstraße im Bereich der Bahnlinie soll neuer Wohnraum entstehen, mit einen Mix an Wohneinheiten in Reihen- und Doppelhäusern sowie Ein- und Mehrfamilienhäusern bieten sollen, darunter ein Anteil an öffentlich geförderten Wohneinheiten.

Im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung am Dienstag, 12. Mai 2026, gab es dazu neue Informationen.

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Wohnquartier am Südring: Carports und Tiefgarage statt Parkhaus

„Die Änderungen des Flächennutzungsplans sind genehmigt, wir haben Baurecht“, teilte Dezernent Ralf Bülte für das Wohnquartier am Südring mit. Architekt Lothar Steinhoff, der das Neubaugebiet auf dem Grundstück des Grafen von Kanitz plant, erläuterte in der Sitzung, eine kurzfristige Änderung bei der Anlage der Stellplätze. Für die Änderung der neuen Parkraum-Lösung war die Zustimmung des Fachausschusses notwendig und wurde einstimmig erteilt.

Der Vorhabenträger hatte die zunächst vorgesehene zweigeschossige Quartiersgarage aus wirtschaftlichen Gründen inzwischen verworfen. Nun sollen Carports anstelle der Quartiersgarage errichtet werden und Stellplätze für 74 Fahrzeuge bieten. Eine Tiefgarage unter einem der Mehrfamilienhäuser bietet Platz für 40 Fahrzeuge. Weitere Stellplätze kommen bei den Reihenhäusern etc. hinzu. Nach dem in Werne gültigen Schlüssel von 1,5 Parkplätzen pro Wohneinheit müssen 172 Stellplätze geschaffen werden, erläuterte Steinhoff. Für die rund 100 Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern (68), Reihen- und Doppelhäusern (35) werde man 185 Stellplätze vorhalten.

Die Carports werden mit Grün und Holzlamellen verkleidet und mit Photovoltaik auf dem Dach ausgestattet. Die Stellplätze werden jeder Wohneinheit zugeordnet. Die Grundstücke werden in Erbbaurecht vergeben, für die Wärmeversorgung sind Wärmepumpen vorgesehen. Viele Details der Planung, etwa zu Anlage von Wallboxen für Elektrofahrzeuge, sind noch nicht festgelegt. Das sei hochkomplex, sagte Steinhoff, und nahm die Anregung aus dem Ausschuss auf, Leerrohre zu verlegen.

Die neue Stellplatz-Lösung soll an dieser Stelle am SSüdring 74 Fahrzeuge aufnehmen können. Abb. Steinhoff Architekten
Die neue Stellplatz-Lösung soll am Südring 74 Fahrzeuge aufnehmen können. Abb. Steinhoff Architekten

Nachdem der Bebauungsplan rechtskräftig ist, kann es mit der Erschließung voraussichtlich im Juli losgehen und im Dezember fertiggestellt sein. Die Vergabe gehe in Kürze raus, so Steinhoff. Im Februar soll die Baustraße angelegt werden und ab März 2027 der Baubeginn an der Straße „An den 12 Bäumen“ folgen. Die Ausschreibungen für zunächst 13 Reihenhäuser liefen und man wolle kurzfristig mit der Vermarktung beginnen. Die Bauarbeiten werden ausschließlich über den Südring erfolgen, so Steinhoff.

Wohnquartier Alte Post

Das Wohnquartier Alte Post sei der erste große Bauturbo-Fall in Werne, stellte Dezernent Ralf Bülte fest. Voraussetzung für die Gültigkeit war der Grundsatzbeschluss zur Umsetzung des Bauturbos, den das Gremium ebenfalls auf der Tagesordnung hatte und das Instrument für schnellere Genehmigungsverfahren einstimmig absegnete. Beispielsweise soll die Bearbeitung eines Bauantrages drei Monate nicht überschreiten.

Mit dem ersten Fall hätten Verwaltung, Architekt und Investor in intensiven Beratungen auch Leergeld zahlen und schließlich zusammenfinden müssen. Das sei gelungen, das Planverfahren sei raus, so Bülte. Der Bauantrag sei am 9. April eingegangen, die Baugenehmigung wolle man am 22. Mai nach dem Ratsbeschluss am 21. Mai abschicken. Auch für Architekt Lothar Steinhoff ein „sehr gutes Signal“, das für den Förderbescheid notwendig sei.

Von den 25 Wohneinheiten, die in der Bebauung an der Alten Post entstehen sollen, werden 20 öffentlich geförderte Wohnungen sein. Der Gebäudekörper soll in Anlehnung an den baulichen Bestand ebenfalls grenzständig an der Alten Münsterstraße entstehen. Eine Tiefgarage mit Zufahrt von der bekannten Stelle der Alten Münsterstraße aus soll die notwendigen Stellplätze bieten. beherbergen soll der Komplex im EG ein medizinisches Zentrum und eine Ergotherapie-Praxis.

13 Wohneinheiten für Familien mit geringem Budget sollen der Ovelgönne/ Overbergstraße entstehen. Abb.: Stadt Werne
13 Wohneinheiten für Familien mit geringem Budget sollen an der Ovelgönne/ Overbergstraße entstehen. Abb.: Stadt Werne

Mietreihenhäuser an Ovelgönne/ Overbergstraße

Geförderter Wohnraum, bezahlbar für Familien mit Kindern, soll an Ovelgönne und Overbergstraße direkt im Anschluss an die Bahnlinie Münster-Dortmund entstehen. Erstellt werden sie von dem Hammer Unternehmen Wilczek Immobilien, dass das städtebauliche Konzept im November 2024 vorgestellt hatte.

In seiner Sitzung am Dienstag, 12. Mai 2026, empfahl der Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung (SPW) dem Rat einstimmig, den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan „2D Wohnprojekt Ovelgönne/Overbergstraße“ zu fassen.

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