Samstag, April 13, 2024

Nordkirchen-Projekte: Hallenbad und Gebäude für JCS-Oberstufe

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Nordkirchen. Mit den beiden Projekten „Hallenbad-Neubau“ und „Erweiterung der Johann-Conrad-Schlaun-Gesamtschule (JCS)“ geht es in der Gemeinde Nordkirchen voran.

Eingebettet in die Pläne für eine Hotelanlage und die Fortbildungs-Akademie Finanzen NRW auf dem Grundstück direkt neben der Gesamtschule Am Gorbach sollen hier ein Hallenbad und der Erweiterungsbau für die Oberstufe der JCS entstehen. „Sie sehen in glückliche Gesichter“, leitete Bürgermeister Dietmar Bergmann am Dienstag, 9. November, im Rathaus das Mediengespräch zum aktuellen Projektstand ein. Zusammen mit Bauamtsleiter Josef Klaas und Fachbereichsleiterin Alina Kundt (Bürgerservice, Familie, Soziales) informierte er über die beiden großen Vorhaben, deren Bau im Jahr 2022 beginnen und anschließend in einem Zeitraum von zwei Jahren fertiggestellt sein solle.

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Was letztlich noch fehlt, sind die Unterschriften des Landes NRW als Träger der Fachhochschule für Finanzen (FHF) mit dem Ja zum Bau des Fortbildungsakademie auf dem Gelände und des Hotel-Investors unter das komplexe Vertragswerk. Der Rat der Gemeinde Nordkirchen hatte seinerseits am vergangenen Donnerstag in nicht öffentlicher Sitzung einstimmig beschlossen, den eigenen Part in Form eines Dienstleistungsvertrags für die Nutzung des Hallenbades zu übernehmen.

„Das war eine schwierige Entscheidung, weil es ja auch dauerhaft Geld kostet“, räumte Bergmann ein. Dennoch: Ein Hallenbad ist in Nordkirchen in der Bürgerschaft spätestens seit der Schließung des Vorgängerbades im Schlosspark 2015 dringend erwünscht. Allein die Sanierung des veralteten Gebäudes hätte damals schon rund drei Millionen Euro verschlungen, ohne Modernisierungskosten, erinnerte er an die Entscheidung, stattdessen einen Neubau zu errichten. Der war auch schon beschlossen, als später mit den Hotel-Plänen die Option einer gemeinsamen Nutzung für Hotelgäste und Bürger/innen ins Auge gefasst wurde. Eine Schwimmschule ist neben Hotel und Gemeinde die dritte im Hallenbad-Bunde, die eigene Räume und ein Kursbecken für ihr Angebot nutzen will.

Wir haben 1.300 Schüler/innen in der Gemeinde, betonte Bergmann den wichtigen Anspruch, Schulschwimmen zu ermöglichen. Hinzu komme die Nutzung durch Vereine wie DLRG und vor allem auch für jene Schwimmgäste hinzu, die nicht vereinsgebunden sind und so ein Sportangebot bekommen. Das gelte insbesondere auch für Ältere. Neben den Hotelgästen, der Klientel der Schwimmschule und den Nordkirchener Schwimmgästen dürften auch die Studierenden der FHF das Hallenbad ebenso frequentieren wie etwa Touristen. Unmittelbar benachbart sind der Wohnmobilstellplatz und viele Sportanlagen um das Gelände herum.

In dem Dienstleister-Vertrag mit dem Hotelbetreiber wird die Gemeinde Personal, Betrieb und Technik für die Nutzung des Hallenbads buchen. Das hat aus Sicht der Verwaltung zum Beispiel den Charme, dass die Hoteltechniker eine Schwimmmeister-Ausbildung erhalten werden und man somit kein eigenes Personal stellen muss. Ebenfalls von Vorteil ist die gemeinsame Finanzierung der Unterhaltungs- und Nebenkosten durch die Partner, die auch bei etwaigen Veranstaltungen im Bad zusammenarbeiten wollen. Der finanzielle Anteil der Gemeinde Nordkirchen an dem Konstrukt werde jährlich in einem sechsstelligen Bereich liegen, hieß es.

Ein komplexes Vertragswerk regele die Details, erläuterte Josef Klaas. Der Hotelbetreiber als Dienstleister arbeite nicht gewinnorientiert. Der Bau des Hallenbades mit einem vier mal 25 Meter großen Vario-Edelstahl-Becken genügt dem höchsten energetischen Standard. Für Barrierefreiheit ist unter anderem mit Rollstuhlrampen bis ins Becken gesorgt.

Direkt angrenzend an das Gelände der Gesamtschule Am Gorbach sollen unter anderem auch der Hallenbad-Neubau und ein Erweiterungsbau für die Oberstufe der Gesamtschule entstehen. Foto: Gaby Brüggemann
Direkt angrenzend an das Gelände der Gesamtschule Am Gorbach sollen unter anderem auch der Hallenbad-Neubau und ein Erweiterungsbau für die Oberstufe der Gesamtschule entstehen. Foto: Gaby Brüggemann

Neubau für die Oberstufe der Gesamtschule

Ein Erweiterungsbau für die Oberstufe der Johann-Conrad-Schlaun-Gesamtschule soll im bestehenden Schulgebäude den dringend benötigten Raumgewinn für die Klassen der Unter- und Mittelstufe bringen.

In der Oberstufe bauen nicht nur die Schüler/innen der JCS ihr Abitur, sondern auch viele Jugendliche aus den Schulen der Umgebung, schilderte Dietmar Bergmann den in den vergangenen Jahren stets gewachsenen Bedarf.

In dem neuen dreigeschossigen Gebäude sollen auf insgesamt 1.200 Quadratmetern Fläche zwölf Klassen- und Kursräume plus weitere Räumlichkeiten angesiedelt werden. Das Gebäude wird die Gemeinde für die Schulnutzung vom Investor mieten und schließt zu diesem Zweck einen städtebaulichen Vertrag. Unter Strich erwarten positive Effekte auf Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft der Gemeinde, zeigte sich Bergmann überzeugt.

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