Mittwoch, April 15, 2026

Jugendlicher lacht die Polizei aus – Die zeigt ihm dann seinen Haftbefehl

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Dortmund. Anders als erwartet endete für einen 13-jährigen Jungen und einen 15-jährigen Jugendlichen am Donnerstag (18.4.2024) ein Einsatz der Polizei.

In einem Linienbus mit dem Ziel Lichtendorf in Dortmund beleidigten, schlugen und traten der 13- und der 15-Jährige drei Schüler (15,16), die kurz nach 12 Uhr auf dem Weg nach Hause waren. Den Beleidigungen, Schlägen und Tritten folgte an der Haltestelle Eichholzstraße ein Raub, bei dem die Tatverdächtigen einen Rucksack mit Kopfhörern, Tablet-PCs und persönlichen Gegenständen erbeuteten. Von dort aus flüchteten der 13- und der 15-Jährige über die Schulstraße in Richtung Wald.

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Die Schüler verständigten inzwischen die Polizei. Dank der guten Personenbeschreibung und übereinstimmender Zeugenaussagen konnte die Polizei die beiden Tatverdächtigen schnell anhalten, vorläufig festnehmen und ihnen den Rucksack wieder abnehmen. Vom Waldrand an der Schulstraße ging es im Streifenwagen weiter zur Polizeiwache in Aplerbeck.

Die ersten Ermittlungen der Polizei mit Durchsuchung und Feststellung der Identität beeindruckten die Jungen in der Wache nicht.

Vielmehr machten sie sich über die Arbeit der Polizei lustig. Sie verhielten sich respektlos, störten den Betrieb in der Wache, warfen Papier auf den Boden und erklärten grinsend, dass die Polizei eh nichts machen könne, dass ihnen keine Strafe drohe und dass sie „weiter machen“ würden.

Die Polizei zeigte dem 15-jährigen Dortmunder schließlich einen Haftbefehl, der sofort vollstreckt wurde. Der Jugendliche befindet sich jetzt in Untersuchungshaft. Bei den früheren Verfahren ging es um mehrere Diebstahls- und Körperverletzungsdelikte. Zudem ignorierte der 15-Jährige seine Termine vor dem Jugendgericht. Die Polizei leitete ein weiteres Verfahren ein.

Den 13-Jährigen übergab die Polizei einer Jugendschutzstelle außerhalb Dortmunds.

Schwerpunkteinsatz gegen Jugendkriminalität

Am Tag dieses Einsatzes in Lichtendorf führte die Polizeiinspektion 3 des Polizeipräsidiums in Lünen, Scharnhorst und Aplerbeck einen Schwerpunkteinsatz gegen die Jugendkriminalität durch:

Am Lüner Busbahnhof und in Brambauer kontrollierte die Polizei mehrere teils bereits bekannte Jugendliche.

In Aplerbeck überprüfte die Polizei einen jugendlichen Intensivtäter und einen weiteren bereits bekannten Jugendlichen. Mit einem hohen Kontroll- und Strafverfolgungsdruck verfolgt die Polizei das Ziel, Straftaten durch Jugendliche zu verhindern oder schnell aufzuklären.

Ebenfalls in Aplerbeck hielt die Polizei zwei Jugendliche an, die mit Leichtkrafträdern unterwegs waren. Dafür fehlte ihnen die Fahrerlaubnis. Die Polizei beschlagnahmte die Kräder und leitete Verfahren ein.

In Scharnhorst flüchteten am Donnerstag zwei 16-jährige Jugendliche vor der Polizei – mit einem Auto. Anhaltezeichen ignorierte der Fahrer. Die Polizei folgte dem Pkw über die Droote und die Kautskystraße bis in den Baaderweg. Dort versuchten die Jugendlichen zu Fuß zu entkommen. Vergeblich. Eine Fahrerlaubnis besitzt der 16-jährige Fahrer nicht. Wem das Auto gehört, war zu dem Zeitpunkt nicht klar. Das Kfz-Kennzeichen ist auf ein anderes Fahrzeug zugelassen. Die Polizei ermittelt.

Bei dem Einsatz am Donnerstag überprüfte die Polizei insgesamt 61 Jugendliche. Weitere Einsätze zur Bekämpfung der Jugendkriminalität folgen.

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