Werne. Sie sind das Gesicht der Polizei vor Ort: Die beiden Polizeihauptkommissare Carsten Ambrosi und Carsten Schröter arbeiten seit Anfang des Jahres als neue Bezirks- und Schwerpunktdienstbeamte für Werne. Die beiden Polizeihauptkommissare kennen Werne aus langjähriger beruflicher Erfahrung.
Carsten Schröter ist zuständig für den Bezirk Werne-Mitte. Der 50-Jährige stammt aus Hamm und lebt seit 2017 in Werne. 1999 fing er bei der Polizei an, nachdem er zuvor eine Ausbildung als Groß- und Außenhandelskaufmann absolviert hatte. In Wuppertal machte er Dienst in der Einsatzhundertschaft.
Weitere Stationen führten ihn nach Dortmund-Scharnhorst und 17 Jahre nach Soest. Dort war er auch begleitend als szenekundiger Beamter für Sportveranstaltungen zuständig. 2023 wechselte er auf eigenen Wunsch zur Kreispolizeibehörde nach Unna. „Seitdem habe ich Dienst in Werne gemacht, wo ich mich sehr wohl fühle.“
Carsten Ambrosi begann seine Ausbildung bei der Polizei 1993. Seit 1996 arbeitet der 55-Jährige bei der Kreispolizeibehörde Unna. Dort war er bis 1999 auf der Hauptwache in Unna tätig, danach auf der Polizeiwache Werne. In der Lippestadt lebt der gebürtige Selmer seit 2022. Seit dem 1. Januar ist er im Bezirks- und Schwerpunktdienst für Stockum zuständig. „Ich glaube, ich kenne diesen Bereich ganz gut.“
Nähe zu den Bürgern und Präsenz vor Ort
Eine gewisse Entscheidungsfreiheit im Bezirksdienst war für die beiden Männer mit ein Grund für ihre Bewerbung. „Im Streifenwagen ist die Arbeit doch eher fremdbestimmt“, erklärte Carsten Schröter. Im Bezirksdienst könne man sich besser einbringen und habe mehr Zeit für den Bürger. Auch Ambrosi erklärte, das sei „ein ganz anderes Arbeiten“. Die Verbindung zu Vereinen oder zum Ordnungsamt, „das liegt mir einfach“. Bei der Schulwegsicherung werden die beiden Beamten oft angesprochen, ebenso bei ihren Sprechstunden auf dem Marktplatz. „Das funktioniert einfach auf dem Weg, Präsenz in der Stadt zu zeigen“, sagte Ambrosi.
Welche Aufgaben der Bezirksdienst erfüllt, erklärte Torsten Juds, Leitender Polizeidirektor und Abteilungsleiter Polizei der Kreispolizeibehörde Unna. Vor allen Dingen seien die Bezirks- und Schwerpunktdienstbeamten die Ansprechpartner für die Menschen vor Ort. Sie müssten das Ohr an der Bevölkerung haben. „Meine Wunschvorstellung ist immer: Es werden nachts zehn Außenspiegel an Autos abgetreten und der Bezirksdienst kann mir drei Leute nennen, die als Täter infrage kommen.“
Außerdem sorgten die Beamten für die Umsetzung bestimmter Haftbefehle sowie für den gesamten Bereich der Schulwegsicherung. „Das betrifft vor allem die Grundschulen. Es gibt jedoch auch Projektvorgaben seitens der Landesregierung, auch an weiterführenden Schulen entsprechend tätig zu werden.“ Großveranstaltungen wie Sim-Jü und die Mai-Kirmes stehen ebenso auf dem Dienstplan wie Fahrradprüfungen in Grundschulen oder der Besuch von Kindergartengruppen in der Wache.
Erfahrene Beamte übernehmen Verantwortung
Das umfangreiche Tätigkeitsfeld erfordere eine hohe Motivation und Leistungsbereitschaft. „Uns ist es wichtig, dass die Kollegen nicht auf der Wache verweilen, sondern rausgehen“, sagte Landrat Mario Löhr. „Das heißt, wir brauchen Einsatzkräfte, die fit sind.“ Es sei der Behörde gern nachgesagt worden, im Bezirksdienst würden „Beamte mit Beeinträchtigungen“ eingesetzt. Dem sei nicht so. „Dorfpolizist – das ist kein Versorgungsposten“, fügte Juds hinzu.
Beim Auswahlverfahren spiele neben der Fitness auch die Erfahrung eine große Rolle. „Und diese beiden hier kennen ihren Bezirk“, sagte er mit Blick auf Schröter und Ambrosi. „Für Werne ist das Thema Polizei ja glücklicherweise sowieso präsent, da wir hier eine Wache in der Stadt haben“, sagte Bürgermeister Lars Hübchen. „Und die Dorfpolizisten haben ja dann noch einmal den engeren Draht zu den Leuten.“ Der landläufige Begriff „Dorfpolizist“ mache ja genau das deutlich.






















