Mit Ehefrau und drei Kindern: Autofahrer verunglückt nach Verfolgungsfahrt

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Lünen/Dortmund. Am Mittwochabend (08.04.2026) versuchte ein Autofahrer auf der A 2 bei Lünen, sich einer Verkehrskontrolle zu entziehen. Mit Frau und Kindern an Bord verunglückte er schließlich im Bereich einer Ausfahrt.

Gegen 20.50 Uhr fuhr eine Streifenwagenbesatzung auf der A 2 in Richtung Hannover. Auf Höhe der Anschlussstelle Dortmund-Mengede fiel den Beamten ein Mercedes auf. Eine Überprüfung in den polizeilichen Informationssystemen ergab, dass der Halter des Fahrzeugs nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist. Die Beamten entschlossen sich daher für eine Verkehrskontrolle.

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Doch anstatt dem Streifenwagen zu folgen, ignorierte der Fahrer die Anhaltesignale und gab Gas. Dabei beschleunigte er zwischenzeitlich auf über 200 km/h. Mit deutlich zu hoher Geschwindigkeit versuchte er anschließend, die Autobahn an der Ausfahrt Lünen-Süd zu verlassen.

Doch das Fahrmanöver misslang: Der Fahrer verlor die Kontrolle über sein Auto und fuhr diagonal durch die Ausfahrt, den Grünstreifen und die angrenzende Auffahrt. Autofahrer, die zu diesem Zeitpunkt auf die A 2 auffahren wollten, mussten bremsen, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Schließlich durchbrach der Mercedes die Schutzplanke und rutschte einen etwa 15 Meter tiefen Hang hinunter. Glück im Unglück: Das Auto überschlug sich nicht, sondern kam auf allen vier Rädern zum Stehen.

Die Beamten nahmen den Fahrer, einen 32-jährigen Dortmunder, vorläufig fest. Schnell wurde den Einsatzkräften klar: Der Mann hatte mit seiner rücksichtslosen Fahrweise nicht nur sich und unbeteiligte Verkehrsteilnehmer, sondern auch seine Familie massiv gefährdet. Denn im Auto saßen neben seiner 34-jährigen Ehefrau auch die drei gemeinsamen Kinder (2, 5, 7).

Nach ersten Ermittlungen bestätigte sich der ursprüngliche Verdacht: Der 32-Jährige besitzt keinen Führerschein. Außerdem ergaben sich Hinweise, dass der Dortmunder unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln fuhr. Zudem fanden die Beamten im Kofferraum des Mercedes eine Machete und stellten diese sicher.

Der schwer verletzte Fahrer wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo ihm ein Arzt eine Blutprobe entnahm. Seine Frau und die drei Kinder wurden zur Beobachtung ebenfalls durch Rettungskräfte in die Klinik gefahren. Der erheblich beschädigte Mercedes wurde sichergestellt, die Beamten schätzten den Schaden auf etwa 15.000 Euro.

Den 32-Jährigen erwartet nun ein Potpourri an Strafanzeigen, unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und Fahren ohne Fahrerlaubnis. Dazu kommt eine Ordnungswidrigkeitsanzeige wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz.

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