Sonntag, April 21, 2024

WSC besteht Härtetest im schwersten Auswärtsspiel der Saison

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Werne. Ein hochspannendes, sehr intensives und hochklassiges Spiel zwischen den beiden Verfolgern des Tabellenführers der 1. Bezirksliga 3 endete Unentschieden. Und dennoch: Wie Spitzenspieler Luca Bröcker es ausdrückte, war es „ein gefühlt mentaler Sieg“ für die Werner. Denn sie kämpften sich enorm stark zurück ins Spiel, nachdem sie 2:1 geführt hatten und plötzlich 4:7 hinten lagen. Der WSC bestand den Härtetest in diesem schwierigsten Auswärtsspiel der bisherigen Saison.

1. Bezirksliga 3: SuS Oberaden II – Werner SC 8:8

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Der Reihe nach: Lino de Almeida/Andre Wodetzki waren chancenlos gegen das neue Spitzenduo der Gastgeber Schary/Lippert (1:3). Am anderen Tisch waren Bröcker/Matthias Holtmann gegen Janasik/Schlüchter indes noch dominanter (3:0). Durch Moritz Overhage/Marco Böcker ihren 3:1-Erfolg über Kreutzer/Schneider lagen die heimischen TT-Cracks erstmals in Front. Die ersten Spitzenspiele waren mit je 3:0-Siegen jedoch eine klare Sache für den SuS, wenngleich die Sätze eng erschienen. Bröcker hatte wie erwartet große Schwierigkeiten mit den Nittaku-Bällen, fand nicht wirklich in sein gefürchtetes Rückschlagspiel, viele seiner Blockbälle landeten zu unpräzise (-7,-9,-8). De Almeida kam zwar besser zurecht mit den Bedingungen in Oberaden, war indes der Geschwindigkeit von Schary nicht gewachsen (-7,-8,-12). Overhage – seit seinen vielen Turnierspielen zum Jahreswechsel in einer absoluten Topform – baute seine Bilanz in der Rückserie sehr sicher auf 5:0-Siege aus.

Wodetzki hatte an diesem Tage enorm mit seiner schwachen Rückhand zu kämpfen und unterlag überraschend Kreutzer 6:11, 10:12 und 9:11. Das Debüt von Böcker im Einzel verlief wenig vielversprechend, man merkte ihm die fehlende Spielpraxis an, sodass er 0:3 Schneider unterlag. Holtmann -parallel zu Overhage mit einer sehr starken 5:0-Bilanz- verkürzte auf 4:5 per sicherem 3:1. Nunmehr standen sich erneut die Spitzenspieler gegenüber und beide WSCler machten einen verbesserten Eindruck zu ihren ersten Spielen und unterlagen vom Spielgeschehen knapper als in der 1. Serie (Bröcker -3,-7,9,-6; de Almeida -10,-11,-9): der Gastgeber lag 7:4 in Führung und wähnte sich auf dem Weg zum sicheren Heimerfolg.

Die Moral des WSC schien gebrochen, nachdem das obere Parkreuz erstmals in dieser Saison ohne jeden Sieg blieb. Doch hatte der SuS seine Rechnung ohne die frenetische Unterstützung der Werner Zuschauer gemacht, die den WSC in eine Serie von vier Erfolgen trieben: Wodetzki suchte und fand einen Weg im Spiel mehr seine Vorhand zu nutzen (11:7, 13:11, 10:12, 11:7), Overhage wagte eine geschickte Kombination aus Topspins und Schupfbällen mit seiner Rückhand, um Kreutzers offensives Noppenspiel nicht zur Geltung kommen zu lassen (11:7,11:8,12:10), Holtmann blieb humorlos bei seinen überfallartigen Schuss-Attacken über Schneider.

Böcker schien langsam sein Spiel wiederzufinden (11:8,11:8), ehe Schlüchter mehr die Noppen auf der Rückhand suchte, die diesen zu vielen einfachen Fehlern verleiteten (5:11, 4:11). Am Nebentisch lief zudem bereits das Abschlussdoppel: Bröcker/Holtmann hatten sich nach verlorenem 1. Satz (3:11) besser eingestellt und platzierten den Ball kürzer gegen Schary/Lippert, kamen so direkt zum Ausgleich (11:9), um dann aber wieder den dritten Satz 9:11 abzugeben. Böcker wechselte bei diesem Spielstand gerade die Seite mit Schlüchter, lag 4:5 hinten.

Die Spannung war riesig zum Greifen nahe in der Luft: Hopp oder Top? Böcker gelang es stets dran zu bleiben und zum 8:8 erstmals auszugleichen, indem er Schlüchter zu leichten Rückschlag-Fehlern verleitete – die Spannung stieg in unerträglicher Weise nochmals. Doch Böcker blieb ruhig und vollendete mit drei finalen Treffern mit seiner Vorhand-Peitsche ruhig zum umjubelten 11:8. Bröcker/Holtmann kämpften weiter großartig mit allem, was sie hatten, und holten noch einen 7:10-Rückstand im vierten Satz auf. Doch die Oberadener Druckwelle insbesondere von Schary (QTTR-Wert 1893) war an diesem Abend letztlich nicht wirklich zu brechen (10:12).

Mit dieser Punkteteilung hat der WSC seinen Charaktertest mehr als bestanden und behält seine hervorragende Ausgangsstellung im Kampf um den Titel in der 1. Bezirksliga: Nach Minuspunkten liegt der WSC einen Punkt vor dem SuS II (bei einem Spiel weniger gegenüber Oberaden) und zwei Punkte hinter Spitzenreiter TuRa Bergkamen, der seinerseits in zwei Wochen in Oberaden noch bestehen muss. Der WSC trägt sein nächstes Heimspiel gegen Germania Kamen am 17. Februar aus.

WSC: Bröcker/Holtmann 1:1, de Almeida/Wodetzki 0:1, Overhage/Böcker 1:0; Bröcker 0:2, de Almeida 0:2, Wodetzki 1:1, Overhage 2:0, Holtmann 2:0, Böcker 1:1.

Mannschaftsmeisterschaften U15

Vergangenen Samstag trat die U15-Pokalmannschaft der Tischtennis-Abteilung des Werner SC – bestehend aus Jakob Kuchler, Mika Hoppe, Timo Kamphues und Peter von Frantzius – in Bönen zu den Mannschaftsmeisterschaften an. In der Gruppe trat man gegen Gegner aus Daberg und Büren an.

Im ersten Spiel gegen die Gegner von TuS Lohauserholz-Daberg gewann der WSC mit 6:3. Während die ersten Doppel und Einzelspiele sehr ausgeglichen waren, legten die Werner Jugendlichen ab einem Spielstand von 2:3 aus WSC-Sicht richtig los und entschieden fortlaufend vier Einzel-Spiele für sich.

Im zweiten Spiel der Gruppenphase gegen Büren hingegen trat man dann als absoluter Außenseiter an. Trotz eines vielversprechenden Doppels von Hoppe/Kuchler, die sich gegen Fuhr/Specka durchsetzen konnten, musste man anerkennen, dass die Gegner aus Büren an diesem Tag einfach zu stark für die Werner Truppe waren. Alle folgenden Spiele mussten abgegeben werden, sodass das Spiel mit 1:6 für die Bürener endete.

Indes sammelten die Werner Jungs eine Menge an Erfahrungen, die in den nächsten Wochen in den jeweiligen Meisterschaftsspielen gewinnbringend eingebracht werden können.

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