Herbern. Der 37. Westerwinkellauf des SV Herbern war am Samstag (07.11.2026) bei schönstem Herbstwetter ein Genuss für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer – wie erhofft hatten sich etwas mehr als tausend für die Wettbewerbe angemeldet, unter ihnen auch Aktive des TV 03 und der LippeRunners Werne.
Fünf Tage vor dem Event lag die Zahl der Nennungen noch bei 700. Über 979 am frühen Samstag ging es hoch auf 1.009, die um 13 Uhr mit Beginn der Schülerläufe über die 1,3 Kilometer registriert waren.
„Ich bin mehr als zufrieden“, meinte Oliver Schuschel. Er stand zum 20. und letzten Mal als Orga-Chef in der Verantwortung. Nun werden Dirk Plenter und Thorsten Müller in „seine großen Stapfen treten“, wie sie sagen, und für die 38. Auflage am 6. November 2027 erstmals federführend sein.
„Ich habe wieder unheimlich viele positive Rückmeldungen bekommen, dass es gut organisiert ist und dass die Leute sich hier wohl fühlen. Das zählt für mich mehr als ein erster, zweiter oder dritter Platz“, freute sich Schuschel.

Ein dickes Lob gab es auch von Philipp Kruthoff. Der 2. Vorsitzende der LippeRunners, die mit 20 Aktiven dabei waren, kam über die zehn Kilometer nach 35:54 Minuten als Vierter und damit schnellster Werner ins Ziel. „Es ist ein schöner Lauf, super organisiert, und auch die Strecke ist super“, sagte der 34-jährige Finanzbeamte. Es störe ihn einzig ein Wendepunkt, „an dem man immer Zeit verliert, was ein bisschen ärgerlich ist“. Das aber mache letztlich auch den Charme aus, denn: „Wenn es immer nur stumpf viermal im Kreis rumgeht, dann ist das irgendwie ja auch langweilig.“
Und wie ist Platz vier einzuordnen? „Das ist ja immer eine Frage der Zeit. Ich bin bei knapp unter 36 Minuten, das ist super für diese Phase der Saison. Meine Bestzeit in diesem Jahr ist 35:36, aber es geht ja auch auf das Saisonende zu“, war Kruthoff zufrieden. Höhepunkt für ihn war im Juni der Gesamtsieg beim Nordseelauf über sieben Etappen in acht Tagen von Greetsiel nach Butjadingen mit Insel-Stationen auf Borkum, Juist und Spiekeroog.
Nun freut sich Kruthoff mit seinen Vereinskolleginnen und -kollegen auf den Aasee-Lauf in Münster am 1. Advent, denn: „Der ist auch immer schön und stimmungsvoll mit Kerzenbeleuchtung am Streckenrand.“ Über den Jahreswechsel hinweg folgen schon wieder zwei Klassiker mit dem Silvesterlauf von Werl nach Soest und mit der Hammer Dreier-Serie.
Bestnoten für den Westerwinkellauf gab es auch vom Sieger über die zehn Kilometer: „Ich bin jetzt das erste Mal hier, und ich bin selten eine schönere Strecke gelaufen durch die Wälder und am Schloss her – das war mega. Es ist hier gut organisiert, alles ist top, ich kann mich über nichts beklagen“, meinte Niklas Röttger.
Der Mendener hatte mit 32:31 die Zeit von Vorjahressieger Maximilian Worm (Fit2Run Bochum) um 2:34 Minuten unterboten, blieb aber gut 20 Sekunden hinter seiner persönlichen Bestleistung. „Aber ich bin vorher noch die fünf Kilometer gelaufen, und da Zweiter geworden, also ist das schon okay“, meinte Röttger.
Der 21-Jährige musste über fünf Kilometer nur Malik Fahrhat den Vortritt lassen. Der Top-Läufer von der LG Hamm kam nach 15:47 Minuten ins Ziel – vor dem Start hatten ihm die Laufkollegen noch ein Ständchen zu seinem 30. Geburtstag gesungen. „Ich wäre gerne unter 15:30 gelaufen, aber ja, ich bin jetzt keine 29 mehr“, meinte der Sieger, der mit 15:13 Minuten – aufgestellt in 2023 – weiterhin den Streckenrekord hält. „Es war ein Trainingslauf, und ich bin in den letzten Wochen ein wenig krank gewesen“, nannte Farhat einen Grund. Nun aber werde das Training intensiviert, „um dann mit 30 doch noch genauso schnell zu sein wie mit 29.“
Hinter Farhat und Röttger kam der Davensberger Niklas Klaverkamp – wie schon im Vorjahr – als Dritter ins Ziel. Er verbesserte seine Zeit gegenüber 2025 um 13 Sekunden. „Mit den 16:20 bin ich sehr zufrieden, ich habe das ganz gut über die Bühne gekriegt“, meinte der 17-jährige Gymnasiast – und war angetan von den Leistungen seiner Konkurrenten: „Von Läufern wie Malik bin ich Welten entfernt.“ Schnellster Herberner war Silas Feldhaus als 14. in 18:21 Minuten, schnellste Frau Mia Kaus von der LG Hamm in 19:48. Ihre Vereinskollegin Lara Pufahl (vormals Kleine), die im Vorjahr mit 16:49 Streckenrekord gelaufen war, war dieses Mal nur als Zuschauerin dabei.

Ein weiteres Ausrufezeichen aus Werner Sicht setzte Samuel Nienhaber vom TV Werne 03. Er siegte im Schülerlauf der Jahrgänge 2015 bis 2018 über 1,3 Kilometer unangefochten in 4:46 Minuten und damit 15 Sekunden vor dem Zweitplatzierten, LinusFreudenberger vom TuS Uentrop.
Viele Fotos vom Westerwinkellauf 2026 finden Sie in unserer Bildergalerie.
















